Rotenburg. Der Verkehr rollt seit Montagnachmittag wieder auf der Rotenburger Brücke der Städtepartnerschaften - genau so, wie es die beteiligten Firmen Beck Bau, Juricic und Strassing Limes zu Beginn der Sanierung versprochen hatten.
Für Rotenburgs Bürgermeister Manfred Fehr und Baudirektor Peter Wöbbeking vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) war die Brückenfreigabe nach acht Wochen Vollsperrung denn auch Anlass, sich bei den Bauarbeitern zu bedanken. Dank sagten beide auch den Verkehrsteilnehmern und den Anwohnern, die in dieser Zeit noch einmal verschärfte Bedingungen ertragen mussten. Wöbbeking tröstete: „Das Schlimmste ist geschafft.“
Fehr appellierte erneut an die Verkehrsteilnehmer, die auch weiterhin geltende Ausweichstrecke über den Kirchplatz und die Brotgasse besonnen zu benutzen. Er wünsche sich, dass möglichst bald die Unterführung an der Brücke freigegeben wird, damit die Ausweichstrecke überflüssig wird.
Anwohnerin Heidi Idziaszczyk, die gemeinsam mit Sigrid Herwig für eine Treppe zur neuen Fuldabrücke kämpft, berichtete, dass sich einige Verkehrsteilnehmer nach wie vor katastrophal daneben benähmen. So hätten die Insassen eines Autos voller junger Leute mal eben die Sperre beiseite geräumt und seien mit dem Wagen unter der Brücke durchgefahren.
Mit ihrem eigentlichen Anliegen sind die beiden Frauen nicht viel weiter gekommen. Mindestens 60.000 Euro würde eine Treppe kosten, erklärte der Bürgermeister. Geld, das die Stadt nicht habe für ein Bauwerk, das so wenig benutzt werde. Die beiden Damen wollen nun versuchen, private Sponsoren für die Treppe zu finden.
Überraschend gut bewährt hat sich die vorübergehend eingerichtete Ampel an der Braacher Brücke, berichtete Fehr. Die einspurig befahrbare Brücke war während der Vollsperrung Ausweichstrecke. Eventuell soll die Ampel nun dort bleiben.
Der Verkehr rollt auf verengter Fahrbahn, weil nun die Arbeiten neben der Straße fortgesetzt werden. (sis)



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