Vellmar. Bis Mittwoch können sich Einwohner aus Vellmar noch in Listen eintragen. Laut Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen eine Rathaussanierung mit Erbbaurecht- und Miet-Modell ist man auf der Zielgeraden. Nach einer Zwischenbilanz vom vergangenen Sonntag sei man guter Dinge.
„Obwohl die Initiative statt sechs nur drei Wochen zur Verfügung hat, ist das Ziel zu erreichen“, meinen die Initiatoren Siegfried Kopperschmidt, Hartmut Brondke und Tobias Jesswein.
Wieviele Menschen aus der Stadt bisher das Bürgerbegehren für eine Schuldenbremse mit ihrer Unterschrift unterstützen, teilen die drei in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung nicht mit. Um Erfolg zu haben, müssen sich zehn Prozent der Wahlberechtigten der jüngsten Kommunalwahl, somit 1460 Vellmarer, in die Listen eintragen.
Ziel der Initiatoren aus den Reihen der Opposition im Vellmarer Stadtparlament ist es, einen mehrheitlich gefassten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aufzuheben. Dieser sieht die Sanierung des Rathauses und den Neubau des Parkdecks durch die OFB Projektentwicklung vor, Kosten laut Bürgermeister Stochla 14,2 bis 14,8 Millionen Euro. Die Immobilien werden im Rahmen des Erbbaurechts von der OFB übernommen und dann über 25 Jahre an die Stadt vermietet. Jährliche Miete: 890 000 Euro.
Die Initiatoren des Bürgerbegehrens kritisieren, dass für den Sanierungsbedarf des Rathauses, der sich auf über zwölf Millionen Euro belaufe, kein vom Projektentwickler unabhängiges Gutachten existiere. Und fordern „eine Sanierung mit Augenmaß“. Sie verstehen ihr Bürgerbegehren auch als Initiative für eine Schuldenbegrenzung von Vellmar.
Auf HNA online läuft eine Umfrage zum Thema. Stimmen Sie darüber ab, ob Sie das Bürgerbegehren für sinnvoll halten oder nicht. (mic)
Infos auf dem letzten Infostand zum Bürgerbegehren auf dem Rathausplatz und vor Edeka Möller am Mittwoch, 13. Juli, 10 bis 16 Uhr und im Internet: www.Buergerbegehren-Vellmar.de



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