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Fuldataler Gesamtschüler entwickeln zusammen mit Kunsthochschule Computerspiele

Es kam auf jeden Punkt an

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Fuldatal/Kassel. „Ihr sei genau im richtigen Alter um loszulegen und verrückte Ideen zu entwickeln“. Martin Böttger sitzt in einem Raum der Kunsthochschule Kassel. Vor ihm steht ein Computer, mit dem er Bilder an die Wand projiziert. Um ihn herum sitzen Schüler des Kurses „Audiovisuelle Performance“ der Gesamtschule Fuldatal, gemeinsam mit ihrer Lehrerin Karin Balkenhol.

Zu Besuch: Die Schüler lassen sich von Martin Böttger (am Computer), Sebastian Haydt (links), Tobias Hellwig (2. von rechts) und Bernhard Balkenhol (hintere Reihe 2. von links) erklären, was die Studenten im Studienbereich Neue Medien und Kunstpädagogik machen. Dr. Gerald Geilert (hintere Reihe links) und Lehrerin Karin Balkenhol (Mitte) haben mit den Schülern Computerspiele entwickelt. Foto: Sxchilling

Zu Besuch: Die Schüler lassen sich von Martin Böttger (am Computer), Sebastian Haydt (links), Tobias Hellwig (2. von rechts) und Bernhard Balkenhol (hintere Reihe 2. von links) erklären, was die Studenten im Studienbereich Neue Medien und Kunstpädagogik machen. Dr. Gerald Geilert (hintere Reihe links) und Lehrerin Karin Balkenhol (Mitte) haben mit den Schülern Computerspiele entwickelt. Foto: Sxchilling

Im vergangenen Halbjahr haben die Schüler selber Computerspiele entwickelt und programmiert. Jetzt sind die Achtklässler gekommen, um zu sehen, wie die Studenten im Studienbereich Neue Medien arbeiten. Martin Böttger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter, mit Sebastian Haydt und Tobias Hellwig zeigt er den Schülern von den Studenten entwickelte Videofilme, Computerspiele und mehr.

Den Kontakt stellte Dr. Gerald Geilert her. Der Kunstpädagogik-Student absolvierte sein Schulpraktikum an der Gesamtschule und entwickelte die Computerspiele gemeinsam mit den Schülern. „Dabei ging es nicht darum, Spiele in den Unterricht zu bringen, sondern zu zeigen, wie man selbst kreativ werden kann“, erklärt Geilert. Und den Jugendlichen zu zeigen, wie sie das Internet so nutzen können, dass sie nicht nur konsumieren, sondern auch selbst gestalten und programmieren.

Etwa zehn Doppelstunden haben die 18 Schüler an den Spielen gearbeitet, immer zwei zusammen an einem Computer. Neun Spiele sind so entstanden. „Wir hatten erst ganz andere Spielideen“, erklärt Lukas. „Doch das war gar nicht so einfach“. Die Jugendlichen merkten schnell, dass auch jede Menge Mathe dazu gehört. „Man durfte keinen Fehler machen, keinen Punkt vergessen, das war eine schwierige Arbeit“, erklärt Karin Balkenhol. „Doch die Jungs waren wirklich engagiert und haben toll mitgemacht“. Mit dem Ergebnis ihrer Arbeit sind die Schüler zufrieden. „Ich bin stolz, dass wir es geschafft haben. Am Anfang habe ich nicht daran geglaubt“, erklärt Hendrik.

Hintergrund von Geilerts Arbeit mit den Schülern war ein Projekt an der Kunsthochschule. Studenten der Fachrichtungen Kunstpädagogik und Neue Medien entwickelten gemeinsam Computerspiele und erarbeiteten, ob und in welcher Form diese Gegenstand von Kunstunterricht an Schulen sein können. Betreut wurde das Projekt von Bernhard Balkenhol, Studiengangsleiter der Kunstpädagogik, und Joel Baumann, Professor für Neue Medien.

Infos für Schulen, die an dem Projekt interessiert sind bei Joel Baumann: joel@tomato.co.uk und Bernhard Balkenhol: BeBalkenhol@aol.com

Von Meike Schilling

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