Ahnatal. „Wir wollen Strom sparen. Denn unsere Natur soll schön bleiben“, erklärte Finn-Mio den Vätern und Großvätern beim Vater-Kind-Stromnachmittag. Mit diesem schloss der Kindergarten Regenbogen ein Projekt ab.
In jüngster Zeit hatte man sich intensiv mit dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kindergarten auseinandergesetzt. Erzieherin Michaela Wosilus hatte eine Fortbildung zu dem Thema belegt und die dazugehörige Prüfung von dem bundesweiten Bildungsprojekt Leuchtpol abgelegt.
„Früher begannen Kinder im Grundschulalter, sich mit Strom zu beschäftigen. Heute wachsen die Kinder schon gleich mit dem Umdenken in Sachen erneuerbarer Energien auf,“ sagt Wosilus. Die Erzieherin hatte sich im Kindergarten für Experimente zum Thema Strom interessiert und daher die Chance zur Fortbildung genutzt.
Die Kinder nahmen das Projekt begeistert auf. In einer Stromecke, ausgestattet mit Strombaukästen, Taschenlampen, Solarspielzeug, anschaulichen Fachbüchern und Material zum Bau von Stromkreisen, können sie sich weiterhin im Experimentieren beweisen. „Das Konzept bleibt bestehen, auch wenn das Hauptprojekt mit dem Vater-Kind-Stromnachmittag abgeschlossen wurde“, so Wosilus.
Neun Kinder waren zu der Abschlussveranstaltung erschienen. Nachdem sie ihre Väter über die Arbeit und Experimente der letzten Wochen informiert hatten, bastelten die Sprösslinge einen heißen Draht, indem sie mithilfe einer Flachbatterie einen Stromkreislauf herstellten.
Anhand von Spielen wurde den Kindern über Wochen jede Menge Wissen über Strom beigebracht. Gefördert wird die experimentelle Arbeit durch Leuchtpol und den Förderverein des Kindergartens.
Die Kinder lernen außerdem, dass es den Strom nicht umsonst gibt. So hat der Kindergarten Energiegutscheine für besondere Aufgaben eingeführt. Die Kinder können die Gutscheine gegen einen Aufenthalt im Snoezelenraum eintauschen. Mit dem Effekt, „dass sie bereits lernen, richtig mit Gutscheinen zu wirtschaften“, erklärte Wosilus. (ptk)



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