Kreis Kassel. Die schwarz-gelbe Landesregierung fährt den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) ins Abseits. Mit diesen Worten kritisiert Uwe Schmidt, Vorsitzender der SPD im Landkreis, die Entscheidung aus Wiesbaden, ab diesem Jahr die Zuweisungen für die Verkehrsverbünde jährlich um 20 Millionen Euro zu kürzen. Für den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) bedeute dies allein acht Millionen Euro weniger in diesem Jahr.
„Dies wird sich nicht nur auf die Fahrpreise niederschlagen. Wir befürchten auch, dass langfristig Verbindungen gestrichen werden müssen“, meint SPD-Kreistagsabgeordneter Oliver Ulloth (Vellmar).
Fatal werde dies für die ländlichen Räume werden, wo sich bereits jetzt der demografische Wandel bemerkbar mache. „Das halten wir nicht für zukunftsweisend, da die vom ÖPNV abgeschnittenen Orte unattraktiv für junge Familien werden. Das lässt jene Orte noch schneller altern“, betont Juso-Unterbezirksvorsitzender Marcel Brückmann.
Für die Sozialdemokraten „ist der öffentliche Nahverkehr Bestandteil der Sozialpolitik“, sagt Schmidt.
Daher habe man sich entschlossen, gemeinsam mit den anderen SPD-Kreisverbänden aller betroffenen nordhessischen Landkreise eine Initiative für den Erhalt der finanziellen Mittel ins Leben zu rufen. (mic)



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