004.05.1004.05.10|Ahne, Espe, Fulda|
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Espenau. Zu Waffeln und Spinnkunst hatte der Espenauer Heimatverein eingeladen. „Wir möchten unseren Besuchern natürlich etwas bieten“, sagt Museumsleiter Siegfried Lange und freut sich, dass Georg und Margret Thiele, Marlene Rode, Helene Hennemann und Anita Widera von der Spinnstube Eberschütz seiner Einladung gefolgt sind.

Fleißig: Georg und Margret Thiele ließen die Räder der „Hessischen Ziege“ unermüdlich laufen. Fotos: Grigoriadou
Mitgebracht hatten die Eberschützer die „Hessische Ziege“, ein kleines Spinnrad, das Georg und Margret Thiele unermüdlich drehten. „Spinnen ist wie Meditation“, sagt Helene Heinemann. „Man kann seinen Gedanken freien Lauf lassen.“ Die Leiterin der Spinnstube Anita Widera zeigt währenddessen, wie sie auf einer Kardiermaschine die Schafwolle kämmt. „Wir sind viel unterwegs“, sagt Widera. „Viele Menschen kennen dieses Handwerk nicht mehr. Vor allem Kinder nicht.“ Da sei es schön, den Leuten diese alte Kunst wieder näher zu bringen.
Fertige Produkte aus der selbst gesponnenen Wolle hatten die Eberschützer natürlich auch mitgebracht. Zum Beispiel Hüttenschuhe, die die Mitglieder der Spinnstube selbst stricken.
Aber nicht nur das Spinnen stand im Vordergrund. Auch der Rest des Heimatmuseums barg den einen oder anderen Schatz aus längst vergangener Zeit. So verrät eine Besucherin: „Ich habe dem Heimatmuseum ein Buch geschenkt, aus dem mir meine Großmutter immer vorgelesen hatte.“
Vor allem in der Waschküche stieg so manchem Besucher noch der Duft von Kernseife in die Nase. Allerdings wurde dieser schnell vom herrlichen Waffelgeruch überdeckt. Denn die Landfrauen Hohenkirchen schenkten literweise Kaffee ein und verteilten eine leckere Waffel nach der anderen.
Das Heimatmuseum ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.
Weitere Termine können zudem mit Museumsleiter Siegfried Lange unter der Telefonnummer 05673 / 7916 vereinbart werden. (pgr)
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