Fuldatal. Die Bewohner von Simmershausen und Wilhelmshausen können sich freuen. Noch haben viele von ihnen keinen leistungsfähigen Zugang ins Internet. Denn beide Orte sind zumindest in Teilen technisch unterversorgt. Dies soll sich ändern. Die Gemeinde beteiligt sich an der Initiative des Landkreises Kassel, solche Orte mit Breitband und somit einer schnellen Verbindung ins weltweite Netz auszustatten.
Mit breiter Mehrheit sprachen sich die Gemeindevertreter in der jüngsten Sitzung dafür aus, 32 400 Euro hierfür zur Verfügung zu stellen. Diese Summe ist der Anteil der Kommune an den nicht gedeckten Kosten in Höhe von 40 Prozent. Den größeren Teil von 60 Prozent (48 600 Euro) schießt das Land als Förderung zu.
Wie Bürgermeisterin Anne Werderich erklärte, wird ein Hybridverfahren gewählt, bei dem das DSL-Signal zunächst per Richtfunk über größere Strecken geleitet werde. Eine Empfangseinheit, die an die Verteilkästen der Telekom montiert wird, speise das Signal in das Telefonnetz ein. Die Gemeinde hatte auch den Ortsteil Wahnhausen in das Programm aufnehmen wollen, um dort einen Internetzugang zu bekommen, bei dem der Anbieter frei gewählt werden kann. Wahnhausen ist allerdings bereits komplett mit dem DSL-fähigen Fernsehkabel eines Anbieters versorgt. Aus diesem Grund verweigere das Land eine Förderung.
Dank der Initiative des Landkreises gebe es zumindest für Simmershausen und Wilhelmshausen eine Chance, die nicht wiederkomme, meinte Gabi Künzer (SPD). Eine schnelle Internetverbindung sei ein wichtiger Standortfaktor. Dies unterstrich auch Klaus Kreb (FWG): „Die Firmen brauchen den Breitbandausbau.“ „Hier ist eine gute Gelegenheit, etwas für die Bürger zu tun“, meinte Werner Dörbaum (Grüne).
Noch seien die Kosten für die Nutzer unklar, gab Karsten Schreiber (CDU) zu bedenken. Klaus-Dieter Sänger (FDP) lehnte die Initiative ab. Es sei „abstrus“, in eine Technik zu investieren, mit der dann Firmen Geld verdienten. (mic)



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