Fuldatal. Den ersten Wahlkampf hat (SPD) bereits für sich entschieden. Der Hauptamtsleiter im Fuldataler Rathaus setzte sich parteiintern als Bürgermeisterkandidat für die Direktwahl im September durch.
Jetzt will er nach zwölf Jahren Anne Werderich (FDP) das Amt für die SPD zurückgewinnen und hofft dabei auf die Unterstützung der Grünen.
Gabriele KünzerWährend der Mitgliederversammlung am Freitagabend hatten 64 Genossen für Exner gestimmt, Gegenkandidatin Stefanie Roß-Stabernack erhielt 51 Stimmen. Beide Kandidaten seien gleichwertig gewesen, hätten aber unterschiedliche Schwerpunkte gehabt, sagte gestern im Gespräch die Fuldataler SPD-Vorsitzende Gabriele Künzer. Klaus Exner habe es offenkundig besser geschafft, seine Anhänger für die Entscheidung am Freitag zu mobilisieren.
Seit Dezember hatten sich Exner und Roß-Stabernack auf jeweils fünf Stammtischen den Fuldataler Genossen vorgestellt. Auch vor der Entscheidung der Mitglieder habe er nochmals seine Schwerpunkte als Bürgermeisterkandidat präsentiert, sagte gestern der 55-jährige Diplom-Verwaltungswirt.
Sollte er Bürgermeister werden, will der gebürtige Fuldataler die Einwohner stärker an den zu treffenden Entscheidungen beteiligen. Ehrenamtlicher Einsatz für das Gemeinwohl solle stärker anerkannt werden, möglicherweise mit einem Innovations- oder Ehrenamtspreis. Eine ideelle, keine finanziell hoch dotierte Auszeichnung, wie Exner betont. Schließlich müsse der Haushalt saniert, und möglichst ohne Netto-Neuverschuldung ausgekommen werden. Das Rathaus versteht der Verwaltungsmann als Service-Center, ein entsprechendes Leitbild will er der „leistungsstarken Mannschaft“ geben.
Nach fast 40 Jahren in Diensten der Gemeinde traue er sich den Chefposten zu, meint Exner. Ab sofort will der SPD-Mann „Kontakte knüpfen und vertiefen“ und ab Juni von Haus zu Haus gehen, um die Wähler von sich zu überzeugen. KOMMENTAR
Von Michael Schräer



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