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Mehr als Rumhüpfen und Singen

Cheerleading als Leistungssport - Seit Jahresbeginn ist die Sportart die 30. Abteilung des KSV Baunatal

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Baunatal. Es gibt wohl kaum einen amerikanischen Highschool-Film, der ohne die gut gebauten Mädchen in kurzen Röcken, mit bunten Bändern in den Haaren und Pompons in den Händen auskommt. Kurz bevor die Footballteams gegeneinander antreten, heizen sie die Stimmung an: Sie tanzen, singen und zeigen akrobatische Elemente. Was leichtfüßig aussieht, ist für die Akteure harte Arbeit.

Ein Kraftakt: Die All Stars bauen eine Pyramide (links). Oben von links: Svenja Koester, Melina Sostmann und Ayten Karahan. Im Vordergrund: Stella Barrali und Saskia Giebing. Auf dem rechten Foto werden Flugelemente geübt. Rahel Kesete, Vanessa Popelar, Lena Kümmel und Manuel Seemann werfen Melina Sostmann in die Luft und fangen sie sicher wieder auf. Fotos: Husung

Ein Kraftakt: Die All Stars bauen eine Pyramide (links). Oben von links: Svenja Koester, Melina Sostmann und Ayten Karahan. Im Vordergrund: Stella Barrali und Saskia Giebing. Auf dem rechten Foto werden Flugelemente geübt. Rahel Kesete, Vanessa Popelar, Lena Kümmel und Manuel Seemann werfen Melina Sostmann in die Luft und fangen sie sicher wieder auf. Fotos: Husung

Die All Stars wollen mehr

Das wissen auch die Mitglieder der Rocket Cheer All Stars, die seit Januar die 30. Abteilung des KSV Baunatal bilden. Doch die 16 jungen Frauen und zwei jungen Männer wollen weitaus mehr, als nur das Publikum auf Touren bringen.

Wechsel nach Baunatal

„Wir betreiben Leistungssport“, sagt Rüdiger Wördehoff, Abteilungsleiter und Mitglied der All Stars, die amtierender Hessenmeister und Vize-Regionalmeister Süd sind. Dieser Leistungsgedanke war auch der Grund, warum das Team, das zuvor beim TSV 91 Kassel in Oberzwehren trainierte, nach Baunatal wechselte. „Die Trainingsbedingungen beim KSV sind einfach viel besser“, stellt Wördehoff fest.

„Jede Einheit hat einen Schwerpunkt. Das heißt, an einem Abend üben wir die Stunts, also die Hebefiguren und das Bauen der Pyramiden, beim nächsten Training die tänzerischen Elemente, und am dritten Abend sind turnerische Teile an der Reihe.“

trainer manuel seemann

Ins Training kommen die Mädchen, die aus Lohfelden, Vellmar, Wilhelmshöhe, Waldau und anderen Teilen Kassels stammen, dreimal pro Woche, jeweils drei Stunden lang. „Jede Einheit hat einen Schwerpunkt“, sagt Trainer Manuel Seemann. „Das heißt, an einem Abend üben wir die Stunts, also die Hebefiguren und das Bauen der Pyramiden, beim nächsten Training die tänzerischen Elemente, und am dritten Abend sind turnerische Teile an der Reihe.“

Das alles tut das Team, um bei Wettkämpfen in exakt zwei Minuten und 30 Sekunden zu fetziger Musik seine Übung, die „Routine“, optimal zu präsentieren - und zwar ohne Pompons und Anfeuerungsrufe.

Steckt viel Herzblut drin

Training und Meisterschaften - ein enormes Pensum, das alle gern auf sich nehmen. „Es steckt eben auch viel Herzblut drin“, sagt Rüdiger Wördehoff. Und das habe nicht nur zu tun mit dem Leistungsgedanken, sondern auch damit, dass die Akteure nicht nur sportlich ein Team sind, sondern auch außerhalb von Training und Wettkampf gern Zeit miteinander verbringen.

Freundschaft und Teamgeist - eine gute Basis, um das nächste Ziel zu erreichen: eine gute Platzierung bei den Deutschen Meisterschaften am 19. Juni in Leverkusen. „Die Chancen stehen recht gut. Derzeit belegen wir im Punkteranking Platz drei. Wir wollen versuchen, diesen Platz bei der Deutschen Meisterschaft zu halten“, sagt Wördehoff. Und doch sind die All Stars auch buchbar für das, was man allgemein hin von Cheerleadern erwartet: als Stimmungsmacher.

„Wir sind beispielsweise für Familienfeiern, Spiele der MT Melsungen oder den Kassel-Marathon zu haben“, sagt Manuel Seemann. Dann auch gern mit Pompons.

Kontakt: Abteilungsleiter Rüdiger Wördehoff, Telefon 05 61/3 10 25 35.

www.rocketcheer.de

Von Esther Husung

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