Baunatal. Es geht weiter mit dem Jeckentum. Gestern stürmten sieben Karnevalsvereine aus der Region die Hütt-Brauerei, und auch ältere Semester ziehen vielerorts die Narrenkappen auf – so wie im Altenheim Gertrudenstift in Großenritte.
„Wir stürmen die Bastion und errichten dort heut unseren Thron“, schmetterte Prinz Uwe II. von der Großenritter Carnevalsgemeinschaft vor der Tür der Hütt-Brauerei. Bei der Eroberung der Rengershäuser Bierquelle halfen dem Baunataler Prinzenpaar mit seinem Gefolge sechs weitere Karnevalsvereine aus der Region. Aus Lohfelden, Holzhausen am Hahn, Elgershausen, Nieste, Grebenstein und Röhrenfurth reisten die Totalitäten mit 111 Narren an, um dem Hütt-Chef seinen Schlüssel abzunehmen.
Die Drohung, Frank Bettenhäuser zusammen mit Verkaufsleiter Norbert Pustlauk in den Kerker zu werfen, erzielte ihre Wirkung: Freiwillig übergaben beide den Schlüssel zur Brauerei an das Baunataler Prinzenpaar. Weiter mit dem närrischen Treiben ging´s dann bei Bier und anderen Getränken, mit Gesang und Büttenreden im Inneren der eroberten Bierburg.
Wie findet Frau den richtigen Mann? Viele Antworten auf diese Frage wusste bereits am Mittwochnachmittag Gertrudenstift-Bewohnerin Brunhilde Jäger, die beim Karneval des Großenritter Altenpflegeheims in der Bütt stand.
Mehr als 70 Senioren waren kostümiert gekommen, lachten und applaudierten zum fröhlichen Programm. Darin durfte auch der mahnende Zeigefinger von Berthold Krug, dem Protokoller der Großenritter Carnevalsgemeinschaft, nicht fehlen. Dank spitzer Zunge erntete er mehr als nur einmal ein dreifach donnerndes Helau.
Für gute Stimmung mit Musik sorgte Stefan Diegler, der auf dem Keyboard flotte Rhythmen zum Tanzen spielte. Auch die Altenpflegerinnen und -pfleger setzten sich die Narrenkappe auf und trugen ihre Späße zum bunten Programm bei.
Von Stephanie Flohr



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