Baunatal. „Zu klein, zu eng, zu alt.“ Sabine Appelt bringt es auf den Punkt. Die Firmengebäude des dänischen Konzerns DSV mit 130 Mitarbeitern am Harzweg in Kirchbauna sind in die Jahre gekommen.
Seit August 2011 wird nach Angaben der stellvertretenden Speditionsleiterin auf dem 30 000 Quadratmeter großen Areal unweit der Autobahn 49 gebaut. Die VIB Vermögen AG aus Neuburg an der Donau, Eigentümerin des Geländes, investiert laut Appelt 3,1 Millionen Euro.
Fast fertig sind eine neue Lagerhalle sowie ein modernes Bürogebäude. Weite Teile des 60er-Jahre-Komplexes werden abgerissen. Da sich DSV als Mieter an dem Vorhaben finanziell beteilige, „wird nach unseren Wünschen gebaut“, sagt Appelt. Unter anderem finanziere DSV die komplette Sicherheitstechnik.
Neben einem alten Hallentrakt ist ein Bürogebäude mit drei Etagen und 1500 Quadratmeter Nutzfläche empor gewachsen. Daran grenzt eine ältere Abfertigungshalle an, die später noch auf Vordermann gebracht werden soll. Angebaut daran wurde bereits die neue, große Lagerhalle mit einer Fläche von 1600 Quadratmetern.
Noch viel zu tun: Benjamin Renner von der Firma Sperber aus Greiz trägt Röhren für das Lüftungssystem ins neue Bürogebäude.Zwischen 140 und 150 Lastwagen steuern täglich das Gelände in Kirchbauna an. 80 Rampen stehen laut Appelt fürs Ab- und Aufladen der Ware zur Verfügung. „Da braucht man ’ne Menge Platz.“ Transportiert wird nahezu alles, was auf Lastwagen passt. Nur für den großen Nachbarn VW sind die Dänen nur selten im Einsatz. Das sei eher der Bereich des direkt angrenzenden Vorgängers Rudolph, sagt Appelt. 2005 hatte DSV die Sammelgutsparte des nordhessischen Familienunternehmens gekauft.
Neben dem deutlich größeren Raumangebot nennt die Vizechefin Motivationsgründe für die Mitarbeiter, die der Neubau mit sich bringe. „Das ist ein klares Bekenntnis zu dem Standort“, sagt sie. Die Zweigstelle des Konzerns in Baunatal habe sich gut entwickelt. Appelt geht sogar noch einen Schritt weiter. Die Erweiterung sei eine klare Ansage, dass die DSV-Gruppe den Standort sogar noch vergrößern und mehr Personal dort beschäftigen wolle.
Von Sven Kühling
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