108.01.1208.01.12|Baunatal|
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Baunatal. Der Start ins neue Jahr ist die Zeit für Wünsche und gute Vorsätze. Beim Neujahrsempfang des GSV Eintracht Baunatal in der Kulturhalle war das am Wochenende nicht anders.

Mit Sekt: Dörte Nowak, Janine Hartmann, Ingeburg Schaub (von links), Helga Breitbart (rechte Seite, v. l.), Anita Weber (verdeckt), Kimberly Hepner von der Turnabteilung und Tänzer Ralf Zierenberg stießen an. Fotos: Dilling
Vereinschef Claus Umbach versprach, an die guten sportlichen Erfolge des gerade abgelaufenen Jahres anzuknüpfen und erinnerte zugleich daran, dass Spitzenleistungen optimale Trainingsbedingungen benötigen. Und da gebe es noch Wünsche: den Bau eines Kunstrasenplatzes oberhalb der Langenbergkampfbahn und die Sanierung der Kulturhalle. Die neue Trainingsmöglichkeit werde den „Engpass bei den Plätzen entzerren“, sagte der GSV-Vorsitzende. Sein Stellvertreter Uwe Hoffarth bedankte sich für die Unterstützung der Stadt, meinte zugleich aber: „Wir werden auch in Zukunft Wünsche haben.“
Davon wird nicht gleich jeder in Erfüllung gehen. Die Stadt werde erst einmal die Kulturhalle auf Herz und Nieren untersuchen lassen, um später vor bösen Überraschungen sicher zu sein, kündigte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) an. Außerdem habe die Stadt erst Millionen in die Rundsporthalle investiert. „Der Grat ist schmal, auf dem wir uns wirtschaftlich bewegen“, sagte der Verwaltungschef. Außerdem müsse die Stadt das rechte Maß zwischen der Förderung des Spitzensports einerseits und des Breitensports andererseits halten, meinte Schaub. Den Kunstrasenplatz werden die Großenritter laut Schaub möglicherweise im übernächsten Jahr erhalten. Der vorher geplante Umbau der Hartplätze am Stadtpark zu Kunstrasentrainingsflächen werde ohnehin schon zu einer Entzerrung führen, sagte der Bürgermeister.
Schaub hatte selbst Wünsche und gute Vorsätze im Gepäck. Die Vereine sollten Termine früher bekannt geben, damit Hallenzeiten besser koordiniert werden können, und mit den Hallen pfleglich umgehen. Das spare Unterhaltungskosten. Letzteres sei für den GSV eine Selbstverständlichkeit, meinte GSV-Chef Umbach später dazu. Der Bürgermeister wies Forderungen nach einer Kostenbeteiligung der Vereine am Betrieb des Sportbads, die wegen des wachsenden Defizits des Aqua-Parks aufgekommen waren, zurück. Da sollten sich die Vereine eindeutig positionieren. Für den GSV sei klar, dass er gegen Eintrittsgelder im Sportbad sei, meinte Vereinschef Umbach später gegenüber der HNA. Eine andere Frage sei, wie man mit Vereinen umgehe, die die gebuchten Zeiten nicht nutzten.
Baunatals Stadtverordnetenvorsteher Peter Lutze (SPD) bedankte sich mit einer Art Laudatio auf das Ehrenamt für das Engagement des GSV und seines Vereinschefs Umbach. Der zeige Managerqualitäten, Professionalität und gute Nerven.
Von Peter Dilling
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