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Getötete Hunde in Espenau: Giftsorte ist unklar - Warnungen im Netz

Getötete Hunde in Espenau: Giftsorte ist unklar - Warnungen im Netz

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Espenau. „Dass unser Hund tot ist, bricht uns das Herz“, schreibt Anika im Internet. Sie spricht von dem munteren Retriever-Mischling ihrer Familie, der in der Mönchehofer Straße von einem Unbekannten vergiftet worden war.

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Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).

Mit „viel Liebe“ habe man aus einem „schüchternen Straßenhund einen Familienhund gemacht“. Aber gerade Straßenhunde sind anfällig und beißen zu, wenn Fleischstücke im Freien herumliegen.

Drei Hunde - darunter auch ein Mops - wurden in den vergangenen Monaten im Bereich der Mönchehofer Straße in Hohenkirchen vergiftet. In zwei Fällen wurde ein älterer Mann gesehen, der mit seinem silbergrauen Kleinwagen dicht an die Grundstücke herangefahren ist, bevor er vermutlich vergiftete Wurstköder über den Zaun warf. Strafanzeigen betroffener Hundehalter lagen beim Polizeirevier Nord in Vellmar bis gestern nicht ein, teilte Polizeisprecherin Sabine Knöll mit.

Unklar ist weiterhin, um welches Gift es sich handelt, mit dem die Köder vermutlich präpariert wurden. Gängigste Gifte sind Ratten- oder Mäusegift, weiß Dr. Wolfgang Doe-ring, der in Bettenhausen eine tierärztliche Praxis leitet. Aber: Gegen diese Gifte gibt es Gegenmittel, ein gesunder, kräftiger Labradormischling hat Überlebenschancen. Da dieser Hund aber innerhalb von 24 Stunden gestorben ist, könnte es ein starkes Gift gewesen sein, an dem er schließlich verendete. Laut Doering sei zum Beispiel das Mittel Schneckenkorn, das im Garten eingesetzt wird, „sehr toxisch“. Es verursache extrem hohes Fieber, bevor die Tiere schließlich sterben. Andere Anzeichen für eine Vergiftung seien Müdigkeit, Erbrechen und Blut im Kot.

Karsten Plücker, Leiter des Tierheims Wau-Mau-Insel in Kassel hat für Hundehalter noch ein paar Ratschläge parat: Die Espenauer sollten ihre Hunde zurzeit immer an der Leine führen. Sollten die Tiere etwas Unbekanntes gefressen haben, sollte man sofort zum Tierarzt gehen.

Von Stefan Wewetzer

Giftköder-Warnungen: App, SMS, Forum

Hundehalter helfen sich selbst: Es gibt einige Möglichkeiten, sich über Fundorte von Giftködern zu informieren - und in allen Fällen setzen die Anbieter auf die Community. Auf dogforum.de melden angemeldete Nutzer nach Postleitzahlen sortiert Funde der gefährlichen Köder. Auf giftkoeder-alarm.de werden Warnungen nach Bundesländern sortiert gemeldet. Dort kann man auch einen E-Mail-Newsletter abonnieren oder einen SMS-Alarm für zwei Euro im Monat. Neu und kostenlos ist die iPhone-Applikation Giftköder-Radar (giftkoeder-radar.com). Eine Übersichtskarte zeigt Fundorte und man wird per Push-Service über Warnungen innerhalb einer selbst definierten Sicherheitszone informiert. Direkt aus der Applikation heraus können Giftköder an soziale Netzwerke wie Facebook gemeldet werden. (jna)

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