Lamerden. Das Museum Haus Reining in Lamerden soll zum Startpunkt für einen neuen, grenzübergreifenden Eco- Pfad Muschelkalk werden. Die Planer beabsichtigen, den rund acht Kilometer langen Weg über die Burgruine „Auf den Schanzen“, den „Stenderberg“, auf westfälischer Seite durch das FFH-Gebiet „Schwiemelkopf“ und die „Ostheimer Hute“ zum Ausgangspunkt zurückzuführen.

Runde Sache: Landrat Uwe Schmidt (Vierter von links) hatte einen Bewilligungsbescheid für den Eco-Pfad Muschelkalk zum Kartoffelfest mitgebracht. Von links: Lamerdens Ortsvorsteher Werner Scheele, Bernhard Temme, Bürgermeister in Borgentreich, Dr. Ulrich Conradi, Kreisdirektor Höxter, Karin Ulbricht, Vereinsgemeinschaft Lamerden, Peter Nissen, Amt für den Ländlichen Raum, MdL Brigitte Hofmeyer und Liebenaus Bürgermeister Peter Lange. Foto: ziv
Der Landkreis Kassel und der Kreis Höxter werden bei der Verwirklichung des Projekts zusammenarbeiten. Kassels Landrat Uwe Schmidt kam daher mit einem Bewilligungsbescheid zum Kartoffelfest in Lamerden. Die Kosten für Informationstafeln und Wegweiser im hessischen Teilabschnitt (gesamt 10 000 Euro) werden von der Europäischen Union mit 4 400 Euro und vom Land Hessen mit knapp 900 Euro unterstützt. Die restlichen Kosten übernimmt die Stadt Liebenau.
In Zeiten leerer kommunaler Kassen sei es schwierig gewesen, das Projekt auf den Weg zu bringen, stellte Liebenaus Bürgermeister Peter Lange fest. Landschaftsarchitektin Christiane Sasse hatte sich für das Projekt besonders stark gemacht.
An der Übergabe nahmen unter anderem Höxters Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi und Bernhard Temme, Bürgermeister in Borgentreich, teil. Kassels Landrat zeigte sich überzeugt, dass der Eco-Pfad Muschelkalk mit der Verbindung von Naturerleben und Geologie zu einem wichtigen Bestandteil werde, sagte Schmidt. Inhaltlich wird der Pfad sich auf die Kulturgeschichte der Gegend um Lamerden mit dem Naturraum „Muschelkalk und Kalkmagerrasen“ beziehen. Auf den nährstoffarmen Böden gibt es eine außergewöhnliche Orchideen- und Schmetterlingsvielfalt, die auf den Informationstafeln erläutert werden.
Mit dem grenzüberschreitenden Eco-Pfad könne man gemeinsam die Region voranbringen, sagte Conradi. Der Kreis Höxter finanziert seinen Teilabschnitt (18 000 Euro) aus Projekt-Mitteln. Das Schutzgebiet „Schwiemelkopf“ stellt darin eines von 18 Erlebnisgebieten dar. „Die Natur macht nicht halt vor Ländergrenzen“, stellte Temme fest. Am „Schwiemelkopf“, der zum Erlebnisgebiet Borgentreich gehört, werden Sichtachsen mit Blick auf das Diemeltal angelegt und Landschaftsliegen aufgestellt – speziell geformte Holzbänke, die bei den Wanderern sehr beliebt sind. (ziv)



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