HNA-Lesertreff: Fragen um die Zukunft

Über 400 Besucher beim HNA-Lesertreff verglichen beide Bürgermeisterkandidaten

HNA-Lesertreff: Fragen um die Zukunft

1619.05.1019.05.10|Hofgeismar|1 Kommentar
Artikel drucken|Artikel empfehlen|Schrift  a /  A||

Grebenstein. Die Grebensteiner sorgen sich um die Zukunft und wollen wissen, wie der neue Bürgermeister es anpackt. Das wurde deutlich in den vielen Fragen, die die über 400 Besucher des HNA-Lesertreffs zur Bürgermeisterwahl an die beiden Kandidaten hatten.

Kandidiert für den Chefsessel: Cornelius Turrey (39) aus Oberweser, seit 2001 Kämmerer im Grebensteiner Rathaus. Alle Fotos:HofmeisterDie beiden bereits seit rund zehn Jahren im Grebensteiner Rathaus tätigen Danny Sutor und Cornelius Turrey wollen am 30. Mai zum Nachfolger von Armin Kölling gewählt werden. Nach Aufwärmfragen der HNA-Redakteure Antje Thon und Michael Rieß („Herr Sutor, Sie waren bei der Bundeswehr. Herrscht künftig Kasernenhof-Ton im Rathaus?“ - „Herr Turrey, sie haben als Kämerer viel mit Zahlen zu tun. Müssen die Grebensteiner damit rechnen, von Ihnen künftig als Nummer behandelt zu werden?“) wurden die Fragen ernsthafter.

Will ebenfalls Bürgermeister werden: Danny Sutor (42), Hauptamts- und Ordnungsamtsleiter, wohnt seit 2005 in Grebenstein,Manfred Krause wollte wissen, wie Vereine und Ehrenamt gefördert werden (Turrey wünscht sich einen festen Ansprechpartner für Vereine im Rathaus, der Hilfe anbietet und würde die Zuschüsse entsprechend der Belastung „nachjustieren“. Sutor sagte, dass der Bürgermeister häufiger bei den Vereinen erscheinen und es eine Gesprächsrunde mit den Vereinen geben müsse). Dr. Karl-Heinz Kampf fragte nach der künftigen ärztlichen Versorgung (beide Kandidaten sagten, dass es kein Patentrezept für dieses bundesweite Problem gebe. Manche Städte lockten Ärzte mit Gratiswohnungen an).

Zur Frage der besseren Bus-anbindung von Udenhausen nach Grebenstein (Elke Freitag) sagten beide, dass die normalen Buslinien nur mit hohen Kosten auszuweiten seien und schlugen ein Bürgerbussystem vor. Turrey hält auch ein in anderen Gemeinden erfolgreiches Anrufsammeltaxi für möglich, auch wenn dies, wie Sutor betonte, vom Magistrat wegen fehlender Anbieter schon mal abgelehnt wurde.

Zur Frage nach Kasernenton und Nummern meinten beide Kandidaten übrigens, dass sie den jetzigen kollegialen Führungsstil beibehalten wollen. (tty)

Schnelles Internet

Wann Udenhausen eine schnelle Internetanbindung erhält, wollte Elke Freitag wissen. Danny Sutor bezeichnete eine einheitliche Lösung für die gesamte Stadt als sinnvoll, auch in der Kernstadt gebe es noch Lücken. Zunächst müsse der Bedarf ermittelt, dann die Zuschüsse beantragt werden. Bis spätestens 2015 sollte es umgesetzt sein. Cornelius Turrey („Bis 2014“) unterstrich, dass Internetanschluss heute so wichtig sei wie eine Trinkwasserleitung und man könne nicht abwarten, bis es irgendwann eine Gratislösung gebe: „Notfalls müssen wir auch Geld dafür ausgeben“.

Hile für die Betriebe

Wie sich die beiden Kandidaten die Wirtschaftsförderung für Grebensteiner Betriebe vorstellen, wollte Karin Knauf wissen. Man könne den Bürgern nicht vorschreiben, wo sie einkaufen, sagte Turrey. Die Stadt könne das Umfeld attraktiv gestalten und soweit rechtlich zulässig Aufträge an Grebensteiner Firmen vergeben. Sutor ergänzte, dass man den Einwohnern die Leistungsfähigkeit der örtlichen Betriebe vermitteln müsse. Einige Firmen hätten überregional erfolgreich Marktnischen besetzt. Es seien Gespräche mit den Betrieben nötig.

Mehr Leben in Gebäude

Nach Rezepten für mehr Leben in öffentlichen Gebäuden fragte Ulrike Claus-Gnegel. Sutor: „Die Museumsnutzung muss mit allen Seiten besprochen werden“. Gratisunterstützung durch die Stadt sei sicher. Turrey: „Der Rathauskeller kann öfter genutzt werden“. (tty)

Ärger über Randale

Heinz Schwarzinger fragte, was gegen die Verwüstungen im Stadtgebiet, den Müll und die Hundehaufen unternommen werde. Sutor sagte, dass die vergesslichen Hundehalter nur mit Anzeigen und Geldstrafen überzeugt würden. Den Ärger am Hospitalplatz bekomme man nur mit Kontrollen und persönlicher Ansprache der Jugendlichen in den Griff. Turrey meinte, dass Zivilcourage helfe, sich aber der Jugendpfleger einschalten sollte.

Angelteich in Gefahr

Den schlechten Zustand des Nesselbachteiches beklagte Mike Olbrich vom Angelverein Grebenstein. Weil von der Stadt nichts unternommen werde, verlande der Teich, die Wege brächen weg, der Verein habe kein Gewässer mehr und drohe auseinanderzufallen. Turrey sagte, dass Ausbaggern nichthelfe. Der Oberlauf müsse so gestaltet werden, dass der Ackerboden dort festgehalten werde. Zuschüsse gebe es aber erst 2011. Sutor riet dem Verein, beim Magistrat solange eine Befreiung von der Pacht zu beantragen.

Einfluss der Parteien

Wie unabhängig beide Kandidaten von den Parteien sind wollte Björn Gibhardt wissen. Sutor räumte ein, dass er sich als Parteiloser aus pragmatischen Gründen von der CDU vorschlagen ließ: Die hatte ausreichend Plakatständer zur Verfügung. Turrey (SPD) sagte, dass er Politik für die Bürger mache und nicht für die SPD. Große Parteipolitik spiele dabei keine Rolle. (tty)

zurück zur Übersicht: Hofgeismar

Schliessen

Artikel empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

Radio in neuem Fenster starten.
Streaming-Links des Internetsenders: mp3 in 128kbit/s und aac in 48kbit/s.

Kommentare

Videosaus Hofgeismar

300NL4S1XjS5KP6_4F0ZEKch-atXF0F1Sn55G2RvXiv3uw./static/common/img/group24/videohttp://www.hna.de/videos/4133147200125736442001window

Fotostreckenaus Hofgeismar

zurück

  • Katholischer Karneval in Immenhausen

    30.01.12|Hofgeismar|7

  • Unfall: Auto durchpflügte Gärten in Hofgeismar

    19.01.12|Hofgeismar|22

  • Haus in Hofgeismar in Flammen: Mindestens 250.000 Euro Schaden

    11.01.12|Hofgeismar|17

  • Haus in Hofgeismar in Flammen: Mindestens 250.000 Euro Schaden

    11.01.12|Hofgeismar|19

  • Unfall bei Immenhausen: Auto landet im Straßengraben

    31.12.11|Hofgeismar|9

    Unfall bei Immenhausen: Auto landet im Straßengraben
  • Weihnachtstheater des MTV Vernawahlshausen

    26.12.11|Hofgeismar|6

vor

weitere Fotostrecken:

Meist gelesene Artikel

  • heute
  • 7 Tage
  • Meist kommentiert (7 Tage)
Auto überschlug sich mehrfach: Fünf Menschen bei Unfall verletzt

Schöneberg/Hümme. Fünf junge Menschen zwischen 17 und 20 Jahren wurden am Donnerstagabend verletzt, als ein Auto auf der Bundesstraße 83 zwischen den Hofgeismarer Stadtteilen Schöneberg und Hümme verunglückte. Alle wurden in Krankenhäuser gebracht.Mehr...

NachrichtenSportVideosMagazinServiceAnzeigenHNA-KartenserviceMeine HNA

Artikel lizenziert durch © hna
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.hna.de