1619.05.1019.05.10|Hofgeismar|1 Kommentar
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Grebenstein. Die Grebensteiner sorgen sich um die Zukunft und wollen wissen, wie der neue Bürgermeister es anpackt. Das wurde deutlich in den vielen Fragen, die die über 400 Besucher des HNA-Lesertreffs zur Bürgermeisterwahl an die beiden Kandidaten hatten.
Zur Frage der besseren Bus-anbindung von Udenhausen nach Grebenstein (Elke Freitag) sagten beide, dass die normalen Buslinien nur mit hohen Kosten auszuweiten seien und schlugen ein Bürgerbussystem vor. Turrey hält auch ein in anderen Gemeinden erfolgreiches Anrufsammeltaxi für möglich, auch wenn dies, wie Sutor betonte, vom Magistrat wegen fehlender Anbieter schon mal abgelehnt wurde.
Zur Frage nach Kasernenton und Nummern meinten beide Kandidaten übrigens, dass sie den jetzigen kollegialen Führungsstil beibehalten wollen. (tty)
Wann Udenhausen eine schnelle Internetanbindung erhält, wollte Elke Freitag wissen. Danny Sutor bezeichnete eine einheitliche Lösung für die gesamte Stadt als sinnvoll, auch in der Kernstadt gebe es noch Lücken. Zunächst müsse der Bedarf ermittelt, dann die Zuschüsse beantragt werden. Bis spätestens 2015 sollte es umgesetzt sein. Cornelius Turrey („Bis 2014“) unterstrich, dass Internetanschluss heute so wichtig sei wie eine Trinkwasserleitung und man könne nicht abwarten, bis es irgendwann eine Gratislösung gebe: „Notfalls müssen wir auch Geld dafür ausgeben“.
Wie sich die beiden Kandidaten die Wirtschaftsförderung für Grebensteiner Betriebe vorstellen, wollte Karin Knauf wissen. Man könne den Bürgern nicht vorschreiben, wo sie einkaufen, sagte Turrey. Die Stadt könne das Umfeld attraktiv gestalten und soweit rechtlich zulässig Aufträge an Grebensteiner Firmen vergeben. Sutor ergänzte, dass man den Einwohnern die Leistungsfähigkeit der örtlichen Betriebe vermitteln müsse. Einige Firmen hätten überregional erfolgreich Marktnischen besetzt. Es seien Gespräche mit den Betrieben nötig.
Nach Rezepten für mehr Leben in öffentlichen Gebäuden fragte Ulrike Claus-Gnegel. Sutor: „Die Museumsnutzung muss mit allen Seiten besprochen werden“. Gratisunterstützung durch die Stadt sei sicher. Turrey: „Der Rathauskeller kann öfter genutzt werden“. (tty)
Heinz Schwarzinger fragte, was gegen die Verwüstungen im Stadtgebiet, den Müll und die Hundehaufen unternommen werde. Sutor sagte, dass die vergesslichen Hundehalter nur mit Anzeigen und Geldstrafen überzeugt würden. Den Ärger am Hospitalplatz bekomme man nur mit Kontrollen und persönlicher Ansprache der Jugendlichen in den Griff. Turrey meinte, dass Zivilcourage helfe, sich aber der Jugendpfleger einschalten sollte.
Den schlechten Zustand des Nesselbachteiches beklagte Mike Olbrich vom Angelverein Grebenstein. Weil von der Stadt nichts unternommen werde, verlande der Teich, die Wege brächen weg, der Verein habe kein Gewässer mehr und drohe auseinanderzufallen. Turrey sagte, dass Ausbaggern nichthelfe. Der Oberlauf müsse so gestaltet werden, dass der Ackerboden dort festgehalten werde. Zuschüsse gebe es aber erst 2011. Sutor riet dem Verein, beim Magistrat solange eine Befreiung von der Pacht zu beantragen.
Wie unabhängig beide Kandidaten von den Parteien sind wollte Björn Gibhardt wissen. Sutor räumte ein, dass er sich als Parteiloser aus pragmatischen Gründen von der CDU vorschlagen ließ: Die hatte ausreichend Plakatständer zur Verfügung. Turrey (SPD) sagte, dass er Politik für die Bürger mache und nicht für die SPD. Große Parteipolitik spiele dabei keine Rolle. (tty)
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