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Ein ganzes Dorf steht Kopf

Hunderte Gäste beim Aschermittwochsumzug dabei - Sechs Wagen und viele Kostüme

Ein ganzes Dorf steht Kopf

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KELZE. Mit Konfettiregen, Stimmungsmusik und jeder Menge bunt kostümierter Narren ging gestern in Kelze die karnevalistische Zeit zuende. Traditionell steht am Aschermittwoch das kleine Dorf Kopf - mit einem Umzug durchs Dorf begann am frühen Nachmittag das bunte Treiben, bei dem bis weit in die Nacht im Jean Bonnet gefeiert wurde.

Unfug auf Kelzer Straßen: Die Motorrad-Freunde aus Kelze präsentierten sich als Flintstones. Dabei machten sie Faxen, legten sich etwa gegenseitig Windeln an, was bei den Zuschauern für großen Spaß sorgte.

Unfug auf Kelzer Straßen: Die Motorrad-Freunde aus Kelze präsentierten sich als Flintstones. Dabei machten sie Faxen, legten sich etwa gegenseitig Windeln an, was bei den Zuschauern für großen Spaß sorgte.

„Kelzer Karneval ist einfach was Besonderes, wir sind inzwischen schon zum fünften Mal hier, weil es uns so gut gefällt“, sagte Sandra Köhler aus Kassel. Doch nicht nur Besucher aus der Umgebung feierten mit, sogar eine Besucherin aus Texas war dieses Jahr bei dem Spektakel dabei. „Hier geht die Post ab und das gefällt mir“, meinte Amerikanerin Dori Iwancio, die gerade in Hofgeismar zu Gast ist.

Angeführt wurde der Umzug mal wieder vom furchterregenden Tanzebär, dem dazugehörigen Bärenführer, dem Kiepenkerl und dem Wurstgabelmann. „Eier, Wurst und Speck sammeln wir bei den Kelzern ein und später wird daraus Rührei im Gasthaus gemacht“, verriet Norbert Klapp, der einige Stracke und Dürre Runde zu tragen hatte. Mit dabei war auch die Aschermittwochskapelle des Hofgeismarer Fanfarenzuges, die mit Blasmusik die Gäste in Stimmung brachte. Als Vampire und Hexen grüßte die örtliche Jugendfeuerwehr von ihrem Wagen aus und als Steinzeitmenschen waren die Schützen unterwegs. Unfug auf der Straße trieben die Motorrad-Freunde in Flinstones-Verkleidung und die Mitglieder des Heimatvereins wurden nicht müde Likör auszuschenken. Auch Prinzenpaare mit Anhang aus Hofgeismar und Oelshausen wirkten mit, der nach einer Stunde im örtlichen Gasthaus endete.

800 Eier hatte die Kelzer Feuerwehr, die dieses Mal den Umzug organisiert hatte, für die anschließende Feier gekauft. „Rund 500 Eier sind jetzt noch mal dazu gekommen, die wir heute wahrscheinlich alle braten werden“, erklärte Uli Stallknecht, der in der Gasthausküche fleißig den Kochlöffel schwang. Hunderte von gut gelaunten Menschen, die schunkelten, sangen, lachten konnte man da schon am Nachmittag erleben. (zta)

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