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Mit einem Veranstaltungsreigen wird die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Mariendorf in den kommenden Monaten den 300. Jahrestag ihrer Kircheneinweihung begehen. Fast ein Vierteljahrhundert liegt bereits ein anderes bedeutsames Mariendorfer Jubiläum zurück: Die einstige Hugenotten- und Waldenserkolonie feierte ihr 300-jähriges Bestehen bereits im Jahr 1987. Zwischen Koloniegründung und Kirchenfertigstellung hatten die Glaubensflüchtlinge seinerzeit eine lange Durststrecke zu überstehen.

Giebel-Inschrift: Über dem Kircheneingang erinnert sie an Landgräfin Maria Amelia, Ehefrau von Landgraf Carl, und das Jahr 1705, als das Bauwerk äußerlich vollendet wurde. Foto: Binienda-Beer
An die 300-Jahr-Feier des Dorfes erinnerte die Auftaktveranstaltung des mehrmonatigen Festprogramms mit einem Fotonachmittag vor wenigen Tagen im Gemeindehaus. Weiter geht es bei einem Gemeindenachmittag am 15. April (15 Uhr, Gemeindehaus). Unter dem Motto „Lebendige Geschichte“ wird Pfarrer Reinhard Runzheimer einen Überblick über die bewegte Geschichte der Kirchengemeinde liefern. In einem zweiten Teil sind die Veranstaltungsbesucher eingeladen, sich mit ihren eigenen Erinnerungen zu beteiligen.
Die zentrale Jubiläumsveranstaltung, das Gemeindefest „300 Jahre Kirche Mariendorf“, steht für Sonntag, 13. Juni, auf dem Programm. An den Festgottesdienst (11 Uhr) vier Tage nach dem 300. Jahrestag der Kirchweihe soll rund um die Kirche gefeiert werden. Für den 4. Juli (16.30 Uhr ab Dorfgemeinschaftshaus) ist ein Pilgerweg durch Mariendorf geplant. Ziel des Weges, in dessen Verlauf es an verschiedenen Stationen um örtliche Geschichte und die damit verbundenen Menschen gehen soll, ist die Kirche. Nach einem Abendgottesdienst (18 Uhr) werden Leckerbissen aus den Herkunftsregionen der Mariendorfer Siedler angeboten.
Der Waldgottesdienst am 29. August (ab 11 Uhr) soll ganz im Zeichen der Erinnerung an die Gründer Mariendorfs stehen. Beleuchtet werden die Ursachen der Glaubensverfolgung im 17. Jahrhundert. Im Garten der Familie Blank, am Waldrand zwischen Immenhausen und Mariendorf, geht es nach dem Gottesdienst mit einem geselligen Beisammensein weiter.
Am Tag des offenen Denkmals, 12. September, ist die Mariendorfer Kirche ab 10 Uhr für Besucher geöffnet. Nach dem Gottesdienst soll die Kirche und ihre Geschichte auf vielfältige Weise präsentiert werden. Um 14 Uhr gibt es eine Führung zum Thema „Den Glauben bewahren, heimisch werden in der Fremde“. Um 18 Uhr gibt es ein Kirchenkonzert.
Ein Literarischer Abendgottesdienst im Advent (18 Uhr) bildet am 19. Dezember den Schlusspunkt des Programms. In literarischen Texten aus drei Jahrhunderten sollen Menschen mit ihrem Glauben zu Wort kommen. (pbb)
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