Sie heizen mit der Erde

Familie Ernst aus Hofgeismar hat seit 2006 eine Wärmepumpe und ist begeistert

Sie heizen mit der Erde

013.01.1013.01.10|Hofgeismar|
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Hofgeismar. Die Familie Ernst aus Hofgeismar sitzt im Warmen und das ohne Gas und Öl. Die Familie hat im Jahr 2006 ein Haus gebaut und sie heizen mit Erdwärme. „Wir würden uns immer wieder für eine Wärmepumpe entscheiden“, sagt Markus Ernst. Der Bäcker aus Hofgeismar und seine Frau Cathrin wollten weg von Öl und Gas und Pellets müsse man schleppen und bräuchten viel Platz.

Kleiner Kasten, große Wärme:Cathrin und Markus Ernst aus Hofgeismar sind froh, sich für eine Wärmepumpe entschieden zu haben. Foto:  Wagner

Kleiner Kasten, große Wärme:Cathrin und Markus Ernst aus Hofgeismar sind froh, sich für eine Wärmepumpe entschieden zu haben. Foto:  Wagner

Es gab viele gute Gründe für die Wärmepumpe. Aber auch Skepsis schwang zu Anfang mit. Bevor es richtig losging, musste erstmal eine Probebohrung gemacht werden, um zu prüfen, ob sich der Boden für eine Erdwärmepumpe eignet.

Die Ernsts gehörten in Hofgeismar zu den ersten, die auf Erdwärme setzten. „Anfangs war ich noch nicht so überzeugt“, sagt Cathrin Ernst. „Ich fürchtete, dass die Wärmepumpe nicht ausreicht, um unser Haus zu heizen“, sagt die gelernte Erzieherin. Für alle Fälle ließen die Ernsts eine Elektroheizung für das Badezimmer einbauen. „Die haben wir noch nie gebraucht. Sie dient nur zur Deko“, sagt Cathrin Ernst.

Selbst bei minus 20 Grad reiche die Leistung der Pumpe aus, um das Haus mollig warm zu halten. „Wir könnten mit unserer Wärmepumpe das Nachbarhaus mitheizen“, sagt Markus Ernst.

Da der Garten der Familie Ernst nur 100 Quadratmeter groß ist, kamen Erdwärmekollektoren nicht in Frage. Erdkollektoren sind in 1,5 Metern Tiefe im Erdboden verlegte Heizschlangen. Bei den Ernsts wurde in die Tiefe gebohrt. Drei Rohre oder auch Erdsonden genannt, wurden verlegt, zwei reichen 40 Meter und eines 30 Meter tief in die Erde.

600 Euro Stromkosten

Die Tiefe der Bohrung bemisst sich nach der Größe des Hauses. „Je größer das Haus, desto tiefer muss gebohrt werden“, sagt Markus Ernst. 600 Euro an Strom bezahlt die Familie Ernst jährlich, damit die Wärmepumpe läuft.

Der Strompreis spielt da eine große Rolle. „Wärmepumpen werden vom Staat gefördert, deswegen ist der Strom billiger. Dennoch sind die Preise in den vergangenen Jahren gestiegen und das heizen wird dann teurer. Das ist ärgerlich, zumal die Stromerzeuger niedrige Preise zugesichert hatten“, sagt Markus Ernst.

Im Sommer wird es kalt

Und im Sommer dient die Wärmepumpe zur Kühlung. „Wenn es draußen richtig heiß ist, ist es bei uns im Haus bis zu fünf Grad kälter.“

Von Heike Wagner

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