Bad Karlshafen. Große Premiere in Sichtweite der Weser: Am Freitag öffnete das Young Americans Dinner Theater erstmals seine Türen und ließ 160 Premierengäste im ausverkauften Kursaal einen Hauch von echtem Broadway-Glanz spüren.
Nach Boyne Highlands (Michigan/USA) ist Bad Karlshafen nun der zweite Ort weltweit, an dem sich das besondere Konzept des Dinner Theaters erleben lässt. Worum es dabei geht, erfuhren die Gäste schon im Foyer des Saales.
Eleganter Jazz: Lindsay Bridges.Es waren die Künstler selbst, die die Getränke reichten und die mit jedem ins Gespräch kamen. Musik und Gesang wurden dabei auch schon gereicht – mit Tablett und Kellnerschürze gab es Lieder, vorgetragen in anspruchsvollem Satzgesang, ein wenig Barmusik und Jazziges mit Schlagzeug und Klavier. Hervorragend: Ai Kuwabara, Jazzpianistin aus Tokio, die erst kürzlich zur Truppe stieß.
Nicht anonyme Stars auf der Bühne, sondern freundliche, offene Menschen, die sich um ihre Zuhörer kümmern – dieser rote Faden des Dinner Theaters wurde auch im festlich eingedeckten Saal konsequent verfolgt. Die Young Americans übernahmen den kompletten Service am Tisch – von der Getränkebestellung bis hin zu Musikwünschen für die Band auf der Bühne. Dass sich der Programmablauf bei der Premiere immer wieder verzögerte, weil die Young Americans alle Abläufe im erstmals voll besetzten Saal noch nicht mit der Effizienz erfahrenen Restaurantpersonals bewältigen konnten, glichen die jungen Künstler mit ihrem Charme und ihrer Freundlichkeit aus. Nicht stimmig war nur das Dinner, das sich in seiner Qualität und Präsentation nicht in das hohe Niveau von Ambiente und Showprogramm einfügte. Viele Zuschauer vermissten wenigstens einen Anklang vom Glanz eines solchen Abends auf dem Teller.
Freundschaftlicher Kontakt zum Gast als Konzept eines ganzen Abends: Luther Simon plauderte mit einem Zuschauer über dessen Lieblingsmusik.Keine Wünsche offen ließ dagegen die Show, die nach Broadway-Manier eine rasante Musik-Revue aus Gesang, Tanz und wechselnden Kostümen von elegant bis schrill war. Von der mitreißenden Choreographie über charakterstarke Solostimmen bis hin zum fein ausgewogenen Chorgesang präsentierten sich die 20 Young Americans als perfekte Entertainer, die aus ihrer Freude an der Sache eine kaum zu bändigende Energie schöpften. Dabei zeigten sie sich künstlerisch so flexibel, dass nahezu alle Stile der Unterhaltungsmusik seit George Gershwin in die Show integriert wurden. Ob Jazz, Stepptanz, Twist oder Rock’n Roll. Ob Musical oder die Musik der Disney-Filme, ob Hits der Beatles, Tina Turner oder Michael Jackson: immer wieder gab es Szenenapplaus und Standing Ovations nach dem Finale.
Tickets und Info: www.ya-dinnertheater.eu oder der Kur- und Touristik-Information Bad Karlshafen, 05672-9999-22. Preise: 79 Euro, Kinder bis 12 Jahre 57 Euro, Schüler, Studenten, Azubis 71,10 Euro.



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