Oberweser/Bad Karlshafen. Die Erneuerung der beiden über 60 Jahre alten Weserbrücken in Bad Karlshafen und Gieselwerder rückt näher. Zwar wurden beide Brücken kürzlich repariert, doch eine grundlegende Sanierung ist unvermeidlich.
Während für Bad Karlshafen eine Sanierung höchste Priorität hat, steht für die Brücke in Gieselwerder schon jetzt fest, dass wohl ein Neubau kommt. Das jedenfalls ist das Fazit einer Stellungnahme des Hessischen Verkehrsministeriums.
Eine Wirtschaftlichkeitsanalyse habe ergeben, dass die Brücke mittelfristig durch einen Neubau ersetzt werden müsse, erklärte Staatssekretär Steffen Saebisch. Vorausgegangen waren eine Betonuntersuchung und eine Tragfähigkeitseinstufung im Jahre 2004. Das Ergebnis war, dass die Brücke nicht mehr den heutigen Tragfähigkeitsansprüchen genügt und die Beseitigung vorhandener Mängel „nicht zielführend“ sei.
Daraufhin wurde eine Wirtschaftlichkeitsanalyse vorgenommen um festzustellen, ob eine Erneuerung des Überbaus mit Sanierung der Unterbauten oder aber ein Neubau die günstigere Lösung sei. Denn die Brücke in Gieselwerder müsste nicht nur saniert werden, sondern auch in Bezug auf Tragfähigkeit und Querschnitt an die heutigen technischen Anforderungen angepasst werden. Das Ergebnis der Untersuchung sprach für einen Neubau.
Weitere Details und wo derNeubau entsteht, wollen Sachverständige und Planer voraussichtlich diese Woche bei einem Ortstermin beraten. Denn anders als bei Sanierungen, wie sie zuletzt 2009 mit einer halbseitigen Sperrung stattfanden, wird ein Neubau komplizierter. „Der Standort der Brücke ergibt sich erst aus dem Planungsprozess mit weitergehenden Untersuchungen“, sagte Staatssekretär Saebisch.
Fest steht, dass die Arbeiten sowohl in Gieselwerder als auch in Bad Karlshafen bei laufendem Betrieb erfolgen müssen, weil der Verkehrsfluss auf den wichtigen Uferverbindungen nicht unterbrochen werden dürfe, wie die beiden Bürgermeister betonen.
(tty)
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