Bad Karlshafen. Nach langer Diskussion wurde im vergangenen Jahr das Marketingkonzept für die Stadt Bad Karlshafen vorgelegt. Langsam werden jetzt erste konkrete Strukturen sichtbar, wie das Konzept in die Praxis umgesetzt werden soll.
Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Vermarktung der Stadt: Die Kur- und Touristikinformation soll in eine GmbH umgewandelt und mit den Bäderbetrieben Weserbergland GmbH zusammengeführt werden. „Der erste Schritt ist mit der Einstellung des neuen Thermengeschäftsführers, Markus Stern, getan“, sagt Bürgermeister Ullrich Otto.
Der Bürgermeister hofft, dass die neue GmbH noch in diesem Jahr starten kann. Rechtliche Fragen seien bereits geklärt, man warte nur noch auf eine Bewertung des Finanzamtes zur künftigen Organisationsform. Dann könnte die Stadtverordnetenversammlung der Gründung einer GmbH und der Eingliederung in die Bäderbetriebe zustimmen.
Aber auch ohne förmlichen Zusammenschluss hat die Kooperation zwischen Therme und Touristikinformation bereits begonnen. Unter dem Motto „Tourismus aus einer Hand“ wachsen die Vermarktung von Stadt und Therme langsam zusammen.
„Es gibt bereits einige praktische und organisatorische Ansätze“, sagt Thermen-Geschäftsführer Markus Stern. Als konkretes Ergebnis der Kooperation wurde nun die Planung eines gemeinsamen Messestandes in Angriff genommen.
Außerdem ist inzwischen der Hessische Städte- und Gemeindebund (HSGB) auf das Marketingkonzept aufmerksam geworden. „Es muss etwas getan werden für Bad Karlshafen“, sagt Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführender Direktor des HSGB. Besonderes Augenmerk richtet der kommunale Spitzenverband dabei auf Helmarshausen und das Evangeliar: Man wolle der Stadt hilfreich zur Seite stehen und arbeite bereits an einer Konzeption. Dazu führt der HSGB Gespräche mit der Hessischen Akademie der Forschung und Planung im ländlichen Raum und der Sparkassen-Kulturstiftung
Allerdings: „Es wird noch ein steiniger Weg“, sagt Bürgermeister Ullrich Otto hinsichtlich der kaum vorhandenen finanziellen Spielräume der Stadt. Denn eine erste Überprüfung der Fördermittelsituation ergab, dass Einzelprojekte nur schwer gefördert werden können, da beispielsweise EU-Mittel nur regional vergeben werden.
„Wir werden in kleinen Schritten vorangehen müssen und bleiben auf Eigeninitiativen angewiesen“, sagt Otto.
Als Beispiele nennt der Bürgermeister das Fischer- und das Kürbisfest der Werbegemeinschaft zur Belebung des Hafens. Alle Aktivitäten rund um den Hafen hängen zudem von der Sanierung der Hafenmauern ab, für die die Hessische Schlösserverwaltung zuständig ist. Aber auch hier hat der Städte- und Gemeindebund seine Unterstützung bereits zugesagt. (zmd)



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