Spitzohren-Musik mit den Fauns

Elbische Klänge vor alten Mauern

Spitzohren-Musik mit den Fauns

124.07.1124.07.11|Hofgeismar|
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Wülmersen. Zum zweiten Teil des europäisches Märchen- und Sagenfestes mit dem programmatischen Titel „Fantasy im Wasserschloss“ brachte der Kultursommer Nordhessen die Folk-Rock-Band „Fauns“ auf die Open Air Bühne.

© Watschong

Prächtig: Passend zur mystischen Musik der ProgFolk-Band Fauns erschien ein glorioser Regenbogen über dem Wasserschloss Wülmersen. Weniger prächtig war dagegen die Publiklumsresonanz: Anfangs war es nur eine handvoll Zuhörer, später hörten der Gruppe etwa 50 Personen zu.

Doch weder kostenloser Eintritt, noch die illustre Kulisse oder die kultige Ausrichtung der Musik mit Tolkien-Lyrik und eigenen, elbisch anmutendenTexten lockten bei kühlem Wetter nennenswerte Mengen Besucher an.

Die erste Hälfte des Konzertes fand überwiegend für die Ohren der jugendlichen Helfer und einige wenige erwachsene Gäste statt. Dabei war die Musik absolut hörenswert, wäre aber bei ihren zum Teil sehr leisen Arrangements in einem geschützteren Rahmen besser platziert gewesen. Die Titel mit teils epischer Länge waren ausnahmslos von der Band selbst komponiert und abwechslungsreich arrangiert.

Sie erzählten von der Weisheit des elbischen Volkes, von neblig-düsteren und sonnigen Landschaften aus der Welt der Phantasie. Reich instrumentiert und mit sehr schönen Gesangssätzen vermischt hätte der Folk-Rock-Mix die Besucher in konzentrierterer Atmosphäre wahrhaft in die Anderwelt nach Mittelerde entführen können. Schade, dass das musikalische Können der jungen Berliner ein wenig im leeren Raum verhallte, während sich die Besucher über Getränke und kulinarische Köstlichkeiten hermachten, für die die Ausbildungsabteilung der Burg Sensenstein sorgte.

Erst in der zweiten Hälfte füllte sich die überdachte Remise des Burghofs mit weiteren Gästen. Sie erlebten staunend den mystischen Moment, als sich passend zu einem stimmungsvollen Lied von Regen und Sonne ein leuchtender Regenbogen über der Bühne aufspannte.

Für den anschließenden Film „Der Herr der Ringe“ war das durch ein Zeltdach gegen Nässe geschützte ehemalige Herrenhaus dann bei einbrechender Dunkelheit gut gefüllt. Im Anschluss war noch zu stimmungsvollem Feuerzauber mit dem internationalen Zirkus Rambazotti eingeladen. (znu)

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