Kreisteil Hofgeismar. Bis zu 750 Euro Steuern im Jahr sollen Pferdebesitzer künftig für ihre Tiere zahlen – das befürchtet der Landessportbund (LSB) Hessen. Dies kommentiert HNA-Redakteur Jürgen Umbach.
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Pferdehalter warnen davor, eine Steuerdebatte für ihre Tiere zu beginnen. Sie ahnen: Ist die Diskussion erst einmal öffentlich auf Trab gebracht, droht ihnen ein zusätzlicher Kostenfaktor. Der könnte beispielsweise Ponyhöfe oder touristisch orientierte Kutschbetriebe hart treffen. Darum sollte es nicht in erster Linie gehen. Vielmehr um eine Debatte um eine Steuer für Pferde, die aus purer Lust am Reiten gehalten werden.
Ein Reitpferd kostet im Schnitt 500 Euro pro Monat - rechnen die Halter selbst vor. Ein teures Hobby also. Pferde sind weitgehend vom Nutztier zum Luxusgut geworden. Warum scheuen sich Gemeinden und Städte, die doch allesamt so klamm in der Kasse sind, eine Pferdesteuer einzuführen? Bei Hunden funktioniert es doch auch - seit Jahrzehnten.
Wer monatlich freiwillig für sein Pferde-Vergnügen 500 Euro ausgeben kann, wird wohl auch eine Pferdesteuer verschmerzen, die um die 750 Euro pro Jahr hoch sein dürfte.
Die Debatte muss also sehr wohl geführt werden. Denn bekanntlich macht nicht nur Kleinvieh Mist.
Von Jürgen Umbach



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