Hofgeismar. Seit zwei Jahren schreibt die Stadt Hofgeismar rote Zahlen. Einsparungen allein reichen offensichtlich nicht mehr aus, die Schulden wirksam zu senken. In Hofgeismar denkt man darüber nach, die Gewerbesteuer anzuheben.
Das Vorhaben hat große Betriebe in Hofgeismar veranlasst, Protest anzustimmen. In einem Brief an die Stadtverordneten und den Magistrat werden die Vertreter der Stadt aufgefordert, eine Erhöhung der Gewerbesteuer zu verhindern.
Gezeichnet ist das Schreiben von Hartwig Pietzcker (AKG-Gruppe), Helwig Schmitt (Management Services Schmitt GmbH) sowie Dr. Jamshid Yektai (Siebenhaar Antriebstechnik GmbH) und Jürgen Eckart (Karl Eckart Fahrzeugbau GmbH).
In dem Brief wird darauf hingewiesen, dass für die einheimischen Unternehmen mit einer Gesamtbeschäftigtenzahl von 1500 Mitarbeitern langfristig planbare und verlässliche Rahmenbedingungen in der Wirtschaftspolitik der Stadt unabdingbar seien. Nur so seien weitere Investitionen am Standort Hofgeismar zu leisten.
Nach Ansicht der Firmeninhaber kann ein erhöhtes Steueraufkommen für die Stadt nur dann nachhaltig sein, wenn es sich auf die erfolgreiche Tätigkeit der ansässigen Industrieunternehmen stützt. Dies kurzfristig über eine Erhöhung der Gewerbesteuer erreichen zu wollen, sei eindeutig der falsche Weg.
In solch einem Fall verlören die Unternehmen das Vertrauen in die Vertreter der Stadt Hofgeismar. In der Folge sei man gezwungen, an anderen Standorten zu investieren. Dies wäre die einzige Möglichkeit, um langfrsitig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Schon jetzt, so geht aus dem Brief hervor, stehe man in einem harten Verdrängungskampf mit osteuropäischen und chinesischen Wettbewerbern.



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