Hofgeismar. Als rundum gelungene Veranstaltung bezeichnet der Enduro Club Hofgeismar die zweitägige Veranstaltung am Wochenende am Kelzer Berg. Um die 2000 Besucher kommen jedes Jahr zu der Motocross-Veranstaltung um spannende Rennen und spektakuläre Sprünge zu sehen.
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In diesem Jahr brachte auch das Rote Kreuz das Rennen in die Schlagzeilen, als es, wie berichtet, von 20 Verletzten sprach, die es bei der Veranstaltung gegeben hat. Wir befragten dazu Robert Mohr (53), Vorstandsmitglied beim Enduro Club. Mohr gründete den Club 1982, war lange Vorsitzender und ist als Streckensprecher während der ganzen Veranstaltung vor Ort. Mit Mohr sprach HNA-Redakteur Michael Rieß.
Herr Mohr, 20 Verletzte beim Rennen. Wird der Enduro-Club nächstes Jahr ein Zelt für ein Lazarett aufstellen.
Mohr: Wir selbst sind erschrocken als wir diese Zahl gelesen haben. Aber sie ist nach unserer Einschätzung weit übertrieben. Sie bezieht sich wohl auf die Zahl der Stürze. Aber nicht jeder, der stürzt, ist auch verletzt. Nur so kann ich mir jedenfalls die hohe Zahl, die das Rote Kreuz nannte, erklären. Von daher ist ein Lazartettzelt nicht nötig.
Waren es mehr Stürze als in der Vergangenheit?
Mohr: Nein. Deutlich weniger. Bei Schlamm ist es rutschiger und das typische Ausrutschen ist diesmal nicht passiert.
Aber Stürze sind potenziell schon gefährlich?
Mohr: Das kann man so nicht sagen. Die Sportler sind ja körperlich fit und wissen, wie sie sich bei Stürzen verhalten. Das ist wie beim Fußballspiel. Wenn jemand umknickt, hat er vielleicht eine Prellung oder Zerrung. Aber gefährlich ist das ja nicht.
Wieviele Verletzte gab es denn nach Ihrer Einschätzung.
Mohr: Fünf scheint mir realistisch. Aber auch das waren keine schlimmen Verletzungen. Sie wurden zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht. Einer von ihnen musste für einen Tag zur Beobachtung bleiben, die anderen konnten nach der Untersuchung sofort wieder gehen.
Wie kommt das Rote Kreuz dann auf 20 Verletzte?
Mohr: Die haben vermutlich jeden Aufruf von uns gezählt. Wenn jemand stürzt, wird von uns aus Sicherheitsgründen sofort der Sanitätsdienst informiert. Meist muss der aber gar nicht eingreifen, da die Fahrer nach dem Sturz kurz durchatmen und dann weiterfahren. Und 20 Stürze bei 304 Starts - das ist wirklich nicht viel.
Dann sind sie jetzt sauer auf das DRK, weil es mit der Zahl 20 Stimmung gegen die Veranstaltung machte.
Mohr: Nein, wir haben in der Vergangenheit mit dem DRK gut zusammengearbeitet und wollen das auch künftig tun. Aber es ist eben unglücklich, wenn ein Pressesprecher, die eigene Arbeit zu sehr in den Vordergrund stellt ohne sich mit dem Veranstalter abzustimmen und ohne die Hintergründe genau zu kennen.



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