227.04.1027.04.10|Hofgeismar|
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Reinhardshagen. Hoch ging es am Montagabend in der Reinhardshäger Wesertalhalle her. Es wurde gestritten, die Gemeindevertreter rieben einander die Fehler unter die Nase, es wurde aber auch in der Sache diskutiert – und in der waren sich die Streithähne alle einig.

© HNA
Ab 1. August mit verlängerten Öffnungszeiten: Sowohl im Kindergarten Weserwichtel in Veckerhagen, als auch in der Villa Kunterbunt in Vaake können Kinder länger betreut werden. Unklar derzeit ist, was Eltern dafür bezahlen werden.
„Das ist doch eine Farce“, wetterte Heidi Reder von der UWG. Die Arbeit im Haupt- und Finanzausschuss sei für die Katz gewesen. Nun hätten die Eltern nichts, womit sie planen und worauf sie sich verlassen könnten. Erst am 14. Juni bestehe die Chance, die Gebührensatzung zu beschließen. „Das ist viel zu spät.“ Denn ab dem 1. August sollen die neuen Betreuungszeiten gültig sein. Und eine vorgezogene Sondersitzung sei nicht geplant, so Dettmar.
Wolfgang Hodan und Jörg Wallbach (beide SPD) mahnten in Richtung UWG, die Entscheidung zur Tagesordnung zu akzeptieren. Es seien lediglich formale Gründe, die gegen eine Satzungsänderung sprächen, so Hodan. „Niemand hat gesagt, dass er gegen die neuen Tarife ist.“
Beschlossen wurden am Montagabend nur die ausgedehnten Öffnungszeiten (siehe Kasten). Und zwar einstimmig. Diese orientieren sich am Ergebnis einer Umfrage unter Eltern. Aus den Angaben hat die Gemeinde „die größte Schnittmenge“ herausgefiltert, sagte Dettmar. Er betonte, dass es sich bei dem Angebot um eine dreijährige Testphase handele. Immer wieder soll der Elternbedarf erhoben und flexibel reagiert werden.
Um 12.30 Uhr soll es für die Kinder ein Mittagessen geben. Ein Anbieter schlägt einen Preis von 2,20 Euro pro Mahlzeit vor. Mit den längeren Öffnungszeiten steigt der Arbeitsaufwand in beiden Einrichtungen auf zusammen 52 Stunden pro Woche. Sollte die Gebührensatzung wie vorgesehen im Juni beschlossen werden, ergibt sich für die Wesergemeinde ein Zuschussbedarf von 40 000 Euro pro Jahr. Von den Abgeordneten werden die erweiterten Betreuungszeiten als Standortvorteil für Reinhardshagen gedeutet.
Von Antje Thon
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