Niestetal. „Die schöne barocke Fassade der Heiligenröder Kirche kommt in ihrer südlichen Seitenansicht jetzt richtig zur Geltung“, freut sich Pfarrerin Almuth Krotz. Möglich wurde dies durch einen neuen Bibelgarten, der in einer nach einem Brand entstandenen Häuserlücke geschaffen wurde.
Brandruine und Grundstück schenkte die Familie Zuber der evangelischen Kirche. Diese Lücke galt es nun zu schließen. Unter den vielen Vorschlägen von Mitgliedern der Kirchengemeinde wie denen eines Labyrinthes oder eines Kräutergartens habe schließlich ein kleiner Bibelgarten das Rennen gemacht, berichtet Frauke Leonhäuser, Pfarrerin in Heiligenrode.
Inspiriert vom Besuch im Frankfurter Bibelmuseum legten ehrenamtliche Helfer der Gemeinde jetzt selbst Hand an, um verschiedene, in der Bibel benannte Pflanzen in die Erde zu bringen: neben Disteln und Stechpalmen auch Lilien und Rosen.
Die krönende Idee hatte der Kaufunger Landschaftsarchitekt Marcus Schäfers, „der sich mit Sachverstand und Fingerspitzengefühl der Sache annahm“, so Almuth Krotz, Pfarrerin in Sandershausen.
Im April 2009 hatte der Kirchenvorstand seine Planungen beschlossen. So ist nun der halbrunde griechische Buchstabe Omega als Trockenmauer zu sehen, innerhalb eines spitzwinkligen griechischen Alpha, das in Kalkplatten ausgelegt wurde. Angelehnt an das biblische Jesuswort: „Ich bin das A und O, das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“ Mittendrin steht ein Apfelbäumchen - Symbol christlicher Hoffnung. „Wenn man so etwas anfängt, fühlt man eine Verpflichtung, weiterzumachen“, bemerkt der Katholik Schäfers und freut sich, „dass so viele Ehrenamtliche hier mithelfen“. (pmb)



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