Lohfelden. Den Überfall auf einen 18-Jährigen am Lohfeldener Bürgerhaus hat es nicht gegeben. „Das war im wahrsten Sinne des Worte eine Räuberpistole“, teilte Kriminalhauptkommissar Jörg Brinkmann jetzt mit.
Wie berichtet, hatte der junge Mann angegeben, am Samstag von einem Unbekannten in einer Grünanlage nach Geld und Zigaretten gefragt, dann zu Boden gestoßen und mit einem Messer verletzt worden zu sein. Der Täter sei dann mit einem 20-Euro-Schein geflüchtet.
Tatsächlich seien die Verletzungen auf einen Streit im Drogenmilieu zurückzuführen, sagte Brinkmann. Der 18-Jährige habe gegenüber den Beamten eingeräumt, einen Bekannten in Lohfelden besucht zu haben. In der Wohnung sei er mit einem anderen Mann in Streit geraten.
Nach dem Tatverdächtigen, einen 29-jährigen Tunesier, der sich überwiegend am Kasseler Stern aufhält, wird gefahndet. Die Räuberpistole habe sich der wegen Drogendelikten bekannte 18-Jährige ausgedacht, um den Wohnungsbesitzer nicht in Schwierigkeiten zu bringen. (ket)



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