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Stromtrasse: Firma Tennet will an Flugplatz niedrigere Hochspannungsmasten setzen

Segelflieger können bleiben

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Staufenberg. Segelfliegen am Großen Staufenberg wird auch nach dem Bau der 380-kV-Höchstspannungsleitung möglich sein. Markus Lieberknecht, Pressesprecher der Tennet TSO GmbH, teilte auf Nachfrage dieser Zeitung mit, das Unternehmen werde die Vorgabe des Raumordnungsbeschlusses umsetzen. Die Raumordnungsbehörde hatte gefordert, höchstens 25 Meter hohe Strommasten zu bauen und die Trasse in Richtung Ortschaft zu verschieben, um so den Segelflugplatz zu erhalten.

Der Segelflugplatz am Großen Staufenberg: Bei gutem Wetter gehen die Mitglieder des Luftsportvereins Münden-Staufenberg dort ihrem Hobby nach. Luftbild: Becker/nh/Foto: Archiv/nh

Der Segelflugplatz am Großen Staufenberg: Bei gutem Wetter gehen die Mitglieder des Luftsportvereins Münden-Staufenberg dort ihrem Hobby nach. Luftbild: Becker/nh/Foto: Archiv/nh

Wie Günter Piegsa, Referent für Raumordnung und Landesentwicklung bei der Regierungsvertretung in Braunschweig erläutert, hatte die Luftfahrtbehörde Bedenken angemeldet. Sie hatte befürchtet, dass die Stromleitung den Flugbetrieb behindert.

400 Meter Abstand

Diesen Bedenken sei die Raumordnungsbehörde gefolgt, die Firma Tennet habe daraufhin eine neue Variante für den Bereich vorgelegt. Diese sehe so aus, dass jetzt mit 400 Metern ein ausreichender Abstand der Trasse zum Segelflugplatz bestehe. Ursprünglich sollte die Stromleitung nur etwa 200 Meter am Flugplatz vorbeiführen.

Bei der geänderten Trassierung sei darauf geachtet worden, dass auch der gesetzlich vorgeschriebene Abstand zur Ortschaft von 400 Meter eingehalten wird.

Seit 1964

Zur Sicherheit im Luftverkehr würden darüber hinaus die Strommasten als Lufthindernis markiert. Der Vorsitzende des Luftsportvereins Münden-Staufenberg, Günther Grundmann, freut sich über den angekündigten Erhalt des Segelflugplatzes. Allerdings müsse das im Planfeststellungsverfahren erst noch bestätigt werden. Der Vorschlag, die Masten auf 25 Meter Höhe zu begrenzen, stamme vom Luftsportverein. Die erste Genehmigung für den Betrieb des Platzes am Großen Staufenberg gehe zurück auf das Jahr 1964, berichtet Grundmann. Aber schon in Jahrzehnten davor sei dort geflogen worden.

Der Luftsportverein mit seinen 38 Mitgliedern trainiert am Wochenende auf dem Gelände und veranstaltet regelmäßig zu Pfingsten einen großen Flugtag. (kri)

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