702.04.1002.04.10|Wolfhagen|18 Kommentare
|
|Schrift
a /
A||
Wolfhagen. Wolfhagen. Es ist wirklich ein Ärgernis, auf dem Gehweg in einen Hundehaufen zu treten. Das Interesse der Wolfhager Stadtverwaltung ist allerdings bislang nicht so groß, deswegen einen DNA-Test für Hunde einzuführen - auch wenn die Idee für die HNA-Story aus dem Ordnungsamt stammt. Wir wollten Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit der Geschichte am Donnerstag über Tretminen im Stadtbild lediglich in den April schicken. (awe)

DNA-Test für Hunde: Lisa Maria Neumeyer mit Cockerspaniel Jette in Wolfhagen. Auch in diesem Fall sollen Haare genommen werden für ein geplantes Register bei der Stadt Wolfhagen.
DNA-Test gegen Tretminen
Der Stadt Wolfhagen reicht es. Der Dauerärger um Hundehaufen im Stadtbild veranlasst das Rathaus nun zu einem ungewöhnlichen Schritt.
Die Verwaltung will per DNA-Analyse denjenigen Hundebesitzern auf die Schliche kommen, die den Kot ihrer Vierbeiner einfach auf Gehwegen und Straßen liegen lassen. Ein entsprechender Beschluss ist dem Vernehmen nach nur noch Formsache.
„Wir haben uns das reiflich überlegt“, sagt Wolfhagens Ordnungsamtschef Helmut Rupp, „aber das Maß ist jetzt voll“. Die Appelle, doch bitte die Tretminen zu entsorgen, „werden von den meisten Hundehaltern einfach ignoriert“, sagt Rupp. Sogar die im vergangenen Jahr aufgestellten Tütenspender würden nicht im gewünschten Maße angenommen. „Während einige Hundebesitzer diese Möglichkeit eifrig nutzen, lässt die Moral bei vielen anderen noch sehr zu wünschen übrig“, sagt Ordnungsamtsmitarbeiterin Yvonne Franke. Nach Ostern werde man alle Hundebesitzer in der Stadt anschreiben und auffordern, von ihren Hunden eine Haarprobe beim Steueramt der Stadt abzugeben. Auf diesem Weg wolle man eine genetische Datenbank anlegen. Das soll abschreckend wirken, um den Hundekot flächendeckend aus der Stadt beseitigen zu können. Mit dem so geschaffenen Hunderegister - in Wolfhagen gibt es knapp 1000 Hunde - könnten in Zukunft die Hinterlassenschaften der Vierbeiner eindeutig zugeordnet werden. Die Kosten für diese Aktion werden durch die zu verhängenden Bußgelder abgedeckt, heißt es im Rathaus.
„Der Etat der Stadt wird für die Einrichtung des Registers aber erst einmal mit circa 100 000 Euro zusätzlich belastet“, sagt Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake, ein Nachtragshaushalt müsse her. Für jeden erwischten „Hundekottäter“ werde man aber mindestens 200 Euro in Rechnung stellen, sagt der Verwaltungschef.
Zustimmung erfährt die Stadt von der Polizei. „Wir haben im vergangenen Jahr im Altkreis Wolfhagen sieben Hundebisse registriert, konnten aber die Hundehalter bis auf einen Fall nicht ermitteln“, sagt Hauptkommissar Karsten Turski. Mit der DNA-Analyse, bislang nur bei Menschen eingesetzt, bekomme man ein neues und griffiges Instrument an die Hand. „Ich bin mir sicher, das wird ein durchschlagender Erfolg“, so der Polizeisprecher.
Von Axel Welch
zurück zur Übersicht: Wolfhagen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.