214.06.1014.06.10|Wolfhagen|
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Naumburg. Obwohl ihm Rücken und Bandscheiben Probleme bereiteten, ließ sich David Hardy nicht davon abhalten, mit Ehefrau Brenda am Hymer S-Modell-Wohnmobiltreffen auf dem Naumburger Märchencampingplatz teilzunehmen. Fünf Tage waren sie mit ihrem Fahrzeug unterwegs, um von ihrem Heimatort in der Nähe der am Atlantik gelegenen französischen Hafenstadt La Rochelle die historische Fachwerkstatt an der nordhessischen kleinen Elbe zu erreichen - nach 1106 gefahrenen Kilometern.

Stolze Bilanz: 240 Wohnmobilfreunde mit 112 Gefährten waren zum Treffen nach Naumburg gekommen.
Brenda und David Hardy waren damit die am weitesten angereisten Teilnehmer des in Naumburg zum zweiten Mal veranstalteten Treffens der Hymer-S-Modell-Wohnmobilisten. Das Paar wurde dafür, wie vier weitere Gleichgesinnte, mit einem Pokal ausgezeichnet.
Die Väter für diese zwanglose Zusammenkunft sind Fredo Hoopmann (Unna) und Wilhelm Barth (Gevelsberg). 2008 trafen sie sich auf einem Stellplatz in der Nähe von Münster, kamen ins Gespräch, fachsimpelten über ihre Fahrzeuge. Dabei wurde die Idee geboren, einmal ein bundesweites Treffen von Hymer S-Modell-Fahrern zu organisieren. Fredo Hoopmann, der vorher schon des Öfteren in Naumburg Station gemacht hatte und von der nordhessischen Märchenlandschaft ebenso begeistert ist wie vom Platzangebot, der Logistik und der zentralen Lage des dortige Märchen-Campingplatzes mitten in Deutschland, schlug diesen als Treffpunkt vor.
Überwiegend über Internet wurde die Idee im vergangenen Jahr erstmals publik gemacht. 67 Wohnmobilisten aus ganz Deutschland reisten an, die die beiden animierten, dass das Treffen keine Eintagsfliege bleiben soll. Also organisierten Fredo und Wilhelm am vergangenen Wochenende die zweite Veranstaltung.
Die Resonanz übertraf alle kühnsten Erwartungen. Denn fast 150 Hymer-Kapitäne der Landstraße meldeten sich an. Nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz. Aus Platzgründen konnte jedoch nur 120 Fahrzeugen die Teilnahme zugesagt werden. Letztendlich kamen 240 Männer und Frauen mit 112 Mobilen nach Naumburg. und feierten dort, im großen Hymer-Familienverbund, ein langes Wochenende.
Vordergründig drehte sich natürlich alles um das Hymer S-Modell, das von der im oberschwäbischen Bad Waldsee ansässigen Firma von 1979 bis 1995 gebaut wurde und inzwischen Kultstatus besitzt. Häufigster Gruß vor der Heimreise am Sonntagnachmittag: „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr in Naumburg“. Denn Fredo Hoopmann und Wilhelm Barth wollen das Hymer S-Modell-Treffen dort natürlich auch 2011 ausrichten.
Für Brenda und David Hardy wird die Rückfahrt etwas länger dauern wie die Anreise. Sie möchten sich noch mehrere Tage lang das Moseltal anschauen. (zih)
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