Wolfhagen. „Jagd ist auch aktiver Naturschutz“, so die klare Aussage von Wolfgang Kommallein, Vorsitzender des Kreisjagdvereins Wolfhagen, bei der Hegeschau im Wolfhager Chattenturm.
Fakt sei, auch wenn die Jagd nicht unumstritten sei, dass man heute keine Naturlandschaft mehr habe, sondern eine Kulturlandschaft, in der die Selbstregulierung nicht mehr funktioniere. Jagd und Hege sicherten in dieser Kulturlandschaft die Lebensgrundlagen der freilebenden Tiere und ermöglichten die nachhaltige Nutzung einer natürlichen Ressource. Kommallein: „Jagd ist deshalb notwendig und unverzichtbar.“
Gerade durch die Jäger werde viel getan, um den Lebensraum für das Wild zu verbessen. Davon wiederum profitiere die gesamte Tier- und Pfanzenwelt.
Im Mittelpunkt der traditionellen Hegeschau stand die Bilanz des Jagdjahres in den fünf Hegeringgemeinschaften des Altkreises durch den pensionierten Forstmann Helmut Hoeppe.
Neben den Daten gab es auch die Lehrschau mit Trophäen. Denn am „Kopfschmuck“ von Hirsch oder Rehbock kann demonstriert werden, was falsch oder was richtig abgeschossen wurde. Zudem geben die Geweihe Aufschluss über wildbiologische, jagdkundliche und vegetationsbezogene Zusammenhänge. Wie zum Beispiel der etwa 20-jährige im Revier Höhnscheid erlegte Hirsch mit verkrüppeltem Geweih, der bereits auf 76 Kilogramm abgemagert war und durch waidgerechten Schuss von seinem Leiden erlöst wurde.
Den kapitalsten Hirsch (182 Kilogramm) erlegte Dr. Peter Bottemann am 4. August im Revier Böhne.
Jagdglück hatte auch Manfred Raude im Revier Altendorf am 16. September. Er erlegte den mächtigsten Schwarzkittel - einen sechsjährigen Keiler mit einem Gewicht von 110 Kilogramm.
HINTERGRUND



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