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Wolfhagen. Von Monterrey/Mexiko ins Wolfhager Kulturzelt: Der 21-jährige David Alevo Rodriguez Ayala war am Donnerstagabend beim Konzert von Annett Louisan wohl der Gast mit der längsten Anreise.

Künstlerin und Fan: Nach dem Konzert lernte David Ayala die von ihm verehrte Sängerin Annett Louisan persönlich kennen. Foto: Norbert Müller
Allerdings ist der sympathische Mexikaner nicht direkt aus seiner Heimat wegen des Festivals eingeflogen. Zwei Monate bereist er Europa, besucht Freunde. Den Termin für seinen Deutschlandbesuch bestimmte aber Annett Louisan. David erzählt, dass er schon seit längerer Zeit ein Louisan-Fan sei. Erstmals hörte er sie in Mexiko in einem Internet-Radio. Aus dem Internet hat er sich ihre Songs heruntergeladen. Naja, von den Texten verstehe er zwar nicht so viel, aber die Stimme der 33-Jährigen und ihre Musik haben es ihm angetan.
Auf der Homepage von Annett Louisan habe er ihre Tour-Daten gefunden. Zwei Konzert-Orte standen für David zur Auswahl: Berlin und Wolfhagen. Er habe sich für die Kleinstadt entschieden, erzählt er. Metropolen hatte er in den vergangenen Tagen zur Genüge. Am Donnerstagmorgen sei er in Paris gestartet. Mit der Bahn ging es bis Frankfurt, dann weiter in die nordhessische Idylle.
Seine Wahl bereue er nicht. Es sei sehr deutsch hier in Wolfhagen, alles so sauber und aufgeräumt. Die Stadt mit ihren alten Fachwerkhäusern sei wie aus einem Märchenbuch.
Und märchenhaft empfand er nach dem Konzert auch das Treffen mit der von ihm so geschätzen Künstlerin. Die HNA vermittelte kurzerhand eine Zusammenkunft von Annett Louisan und David Ayala. Da konnte er dann mit seinem kleinen deutschen Wortschatz („reicht gerade, um zu überleben“) Annett Louisan sagen, wie sehr er das Konzert genossen habe.
Mit einem Erinnerungsfoto im Gepäck machte er sich gestern auf den Weg nach Turin. Nach Deutschland, versicherte der junge Mexikaner, werde er bald und gerne wiederkommen.
Von Norbert Müller
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