Frankenberg. Man erkennt sie sofort wieder: Die Walkemühle in der Ederstraße vor den Toren Frankenbergs sieht heute wieder aus wie in ihrer Blütezeit – nur viel freundlicher, viel attraktiver, viel zeitgemäßer. Eben viel schöner.
Knapp zweieinhalb Jahre ist an der Walkemühle gebaut, umgebaut und modernisiert worden – Anfang Mai will der Frankenberger Unternehmer Gerhard Freitag dort eine Erlebnisgastronomie eröffnen: die Walkemühle. Ein echter Hingucker. Die Geschäftsführung hat Birgit Freitag übernommen, die Tochter des Besitzers.
Das Mühlrad dreht sich schon wieder – auch wenn es nicht mehr das alte ist, das ursprünglich überarbeitet werden sollte. „Die alten Schaufeln waren morsch, die Eisenteile durchgerostet“, erklärt Gerhard Freitag die zwingende Notwendigkeit der Modernisierung.
Jetzt ist fast alles vollkommen neu – nur die alten Zahnräder laufen noch in der Mühle, mitten im Restaurant. Es ist eben eine Erlebnisgastronomie.
Über die Kosten des neuen Mühlrads schweigt sich Gerhard Freitag aus. Nur so viel lässt er durchblicken: 120 000 Euro reichten nicht aus.
Im Innern der Mühle sind die Arbeiten auf der Zielgeraden. Ihr ursprünglicher Charakter wurde erhalten: „Wenn man reinkommt hat man das Gefühl, man ist in einer alten Mühle“, beschreibt Birgit Freitag das einzigartige Flair, das Ambiente und die Atmosphäre der alten Mühle. Das Holz ist antik, die Wände des denkmalgeschützten Gebäudes aus Lehm. „Wir haben Materialien verarbeitet, die auch in früheren Zeiten für Fachwerkbauten verwendet wurden“, erklärt Gerhard Freitag. Sein ganzer Stolz: Die lehmfarbigen Wände sind zu 100 Prozent atmungsaktiv.
Die ausgetretene Holztreppe vom Café zum Restaurant im ersten Stock ist weit über 100 Jahre alt. Erneuert werden durfte sie nicht, das untersagte der Denkmalschutz. Doch das tut der Atmosphäre in der Mühle keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Walkemühle ist nach wie vor von ihrem traditionellen Stil geprägt. „Die Mitarbeiter des heimischen Denkmalschutzes sind begeistert davon, was aus dem alten, verfallenen Areal geworden ist“, erzählt Gerhard Freitag.
Auch die Lage ist einzigartig: Die Walkemühle liegt in exponierter, landschaftlich wunderschöner Lage direkt vor den Toren Frankenbergs, am Eingang zum Naturschutzgebiet Kellerwald. Der beliebte Fahrradweg zum Edersee führt unmittelbar an der Mühle vorbei.
Die neue Erlebnisgastronomie wird Platz für 90 Gäste bieten – 30 im Erdgeschoss mit Café und Restaurant, 60 im Restaurant im Obergeschoss. Es gibt auch viel Raum für Feiern. Und im Mühlenhof ist viel Platz zum Ausruhen, Verweilen und Abschalten – unter einer Außenterrasse führt das Wasser im Walkegraben her.
„Der Mühlenhof verzaubert auf seine ganz eigene Art“, beschreibt Birgit Freitag die Außenanlagen: Auch sie ist fasziniert vom Rauschen des Mühlenbachs und vom Klappern des Mühlrads. (mjx)



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