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Tief Petra: Unterricht endete fast überall im Landkreis vorzeitig

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Waldeck-Frankenberg. Für Schneesturm und spiegelglatte Fahrbahnen sorgte Tief Petra am Donnerstag auch in Waldeck-Frankenberg. Um kein Risiko einzugehen, empfahl Landrat Dr. Rainer Kubat den Schulen, den Unterricht nach der vierten Stunde ausfallen zu lassen.

Symbolbild HNA

Viele Schulleiter setzten aus Sicherheitsgründen diesen Rat auch in die Tat um. Fast alle Schulen in Waldeck-Frankenberg ließen die Schüler am Donnerstag eher nach Hause. „Die Schulen können selbst entscheiden, ob sie eher oder gar ganz freigeben“, sagt Dr. Hartmut Wecker, Pressesprecher des Landkreises.

Dagegen entschied man sich an der Alten Landesschule in Korbach (ALS). Joachim Geldmacher, stellvetretender Schulleiter, kann die Schulausfälle nicht nachvollziehen: „Das angesagte Wetter ist nichts ungewöhnliches, das ist normal in dieser Jahreszeit.“ Man beobachte ständig die Wettervorhersagen im Internet. Und diese hätten am gestrigen Morgen gegen zehn Uhr die Wetterfront und den Wind aus Süden prognostiziert. Von dort käme äusserst selten Schnee, sagte Geldmacher. Wäre es wider Erwarten doch zu heftigen Schneefällen gekommen, hätte man flexibel reagiert. Zudem seien Winterreifen Pflicht, somit dürfe es nach Geldmachers Einschätzung keine Probleme für Lehrer, Eltern und im öffentlichem Nahverkehr geben.

Bei den von der HNA befragten Eltern gab es Zustimmung für die Entscheidung der ALS, den Unterricht regulär zu beenden. Einige kritisierten aber die Informationspolitik. „Ich bin extra zur vierten Stunde aus Diemelsee gekommen, weil ich meine Tochter abholen wollte“, sagte ein Vater. Anders an der Humboldtschule: Dort zeigte sich eine Mutter erleichtert, dass sie ihren Sohn eher abholen konnte. „Da darf man kein Risiko eingehen“, zeigte sie sich überzeugt.

An den Schulen im Frankenberger Land endete der Unterricht größtenteils nach der vierten Stunde. Teilweise mussten die Schulen aber auch nach anderen Lösungen suchen, etwa an der Gesamtschule Battenberg: Dort musste für die Organisation des Busverkehrs der Unterricht gestaffelt enden – für die Klasse 5 bis 7 nach der 6. Stunde, für die Klasse 8 bis 10 nach der 5. Stunde. Grundsätzlich konnten die Eltern auf Wunsch ihre Kinder auch bereits nach der vierten Stunde abholen. In anderen Schulen wurden Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder eingerichtet, die nicht direkt nach der vierten Stunde nach Hause fahren wollten oder konnten.

Mehr lesen Sie in der Freitagsausgabe der HNA / Waldeckische Allgemeine.

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