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Tiere litten: Gericht verwarnt Nebenerwerbslandwirte

Tiere litten: Gericht verwarnt Nebenerwerbslandwirte

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Marburg. Mit Verwarnungen sind ein Nebenerwerbslandwirt aus dem nördlichen Marburger Land und seine Ehefrau davon gekommen. Sie mussten sich vor dem Marburger Amtsgericht dafür verantworten, ihr Vieh unzureichend versorgt zu haben.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten zu wenig Futter und Wasser zur Verfügung gestellt und die Leiden und Schmerzen der Tiere zumindest billigend in Kauf genommen haben.

Die Staatsanwaltschaft warf den beiden vor, dass sie über Monate hinweg ihren Rindern und Schweinen zu wenig Futter und Wasser gegeben hätten. Mehrere Rinder seien deshalb verendet, eine Sau habe eingeschläfert werden müssen.

Darüber hinaus sei über einen längeren Zeitraum nicht ausgemistet worden, sodass das Vieh bis zu 30 Zentimeter im eigenen Kot gestanden habe und keine trockenen Liegeflächen mehr zur Verfügung gestanden hätten.

Der Landwirt hatte dagegen am ersten Verhandlungstag beteuert, die Tiere zweimal am Tag gefüttert zu haben. Dass die Rinder körperlich zurückgeblieben seien, sei erblich bedingt. Die abgemagerte Sau habe er zu den Mastschweinen gestellt. Einen Milbenbefall habe er nicht bemerkt.

Diesen Angaben widersprach ein Sachverständiger. Die Rinder stammten alle von anderen Muttertieren ab, eine genetische Störung sei daher auszuschließen. Die eigentlich aufgrund ihres Alters ausgewachsenen Tiere hätten die Körpergröße von Kälbern gehabt, berichtete der Fachmann. Die Tiere hätten praktisch keine Fettdepots mehr gehabt.

In den Trögen habe er kein Futter vorgefunden, so der Sachverständige. Auch Wasser hätten die Tiere nur unzureichend bekommen. Die Folgen seien erhebliche Leiden gewesen.

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