1129.08.1029.08.10|Korbach/ Waldeck|1 Kommentar
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Willingen. Jedes Jahr zieht die Alphornmesse auf dem Willinger Ettelsberg Tausende von Menschen in ihren Bann. Auch diesmal entpuppte sich das Fest wieder als Besuchermagnet: Etwa 3000 Menschen kamen.

Lockten viele auf den Ettelsberg bei Willingen: die Alphörner. Tausende nahmen an der Bergandacht und der Alphornmesse teil. Foto: Zecher-Christ
Bereits am frühen Sonntagmorgen wurden die Bewohner Willingens von den Bergen aus von den Tönen aus den hölzernen Instrumenten geweckt. Hütten-Legende Siggi von der Heide sagte: „Wenn es beim Alphorn gelingt, das Herz hereinzubringen, kommt es auch wieder heraus. Wir alle lieben diese Musik und machen alles aus reiner Freude.“
Mehr als 3000 Menschen hatten sich entweder zu Fuß oder per Kabinenseilbahn auf den Weg zum Ettelsberg gemacht. Ihr Ziel war die ökumenische Bergandacht, unter dem Motto „Heimatliche Klänge auf dem Ettelsberg“, welche vom evangelischen Pfarrer Christian Röhling und dem katholischen Pfarrer i.R. Johannes Klocke abgehalten wurde.
Dabei trotzten die Gläubigen mit Regenschirmen und wetterfesten Jacken dem wechselhaften Wetter. Es war zeitweise ziemlich windig, donnerte und auch ein paar Regentropfen bahnten sich ihren Weg in Richtung Erde.
Pfarrer Christian Röhling sagte über die Alphörner: „Ihre tiefen, ruhigen Klänge lassen uns selbst ganz ruhig werden und uns in die feierlichen Naturtöne hineinfinden. Wenn man den Alphörnern hier oben zuhört, hat man den Eindruck, sie verbinden uns mit Himmel und Erde.“ Sie tauchten die Natur in wunderschöne Klangfarben.
Der Gottesdienst wurde umrahmt von zahlreichen Alphornbläsern, Jagd- und Parforcehorngruppen, Musikvereinen und Gesangsgruppen aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz. Mit von der Partie waren natürlich auch die Alphornbläser aus Willingen.
Nach der Bergandacht ging es erst so richtig los: Rund um Siggis Hütte war Feiern pur angesagt. Siggi von der Heide und sein bewährtes Service-Team sorgten für ausgelassene Stimmung. Böllerschüsse ertönten auf dem Dach von Siggis Hütte und das Waldecker Lied wurde gesungen. Den restlichen Nachmittag sorgten dort Musikgruppen mit zünftiger Blasmusik für Stimmung und gute Laune. Das Bier floss in Strömen und man konnte sich Spezialitäten vom Grill, Erbseneintopf mit Bockwurst im Maßkrug und deftige Gulaschsuppe schmecken lassen. (nz)
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