Bad Wildungen. Die Konrektorin der Ense-Schule, Irene Gockel-Wahl, erhielt in Stellvertretung der erkrankten Schulamtsdirektorin Ruth Pfannstiel, aus der Hand von Schulleiterin Martina Schütz die Urkunde zu Versetzung in den Ruhestand.
Nach insgesamt 39 Jahren als Lehrerin beginnt für sie nun die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Während der Verabschiedungsfeier beschrieb ihre ehemalige Schulleiterin Marianne Naumann-Boucsein die Erkenntnis aus vielen Jahren Zusammenarbeit mit einem Zitat: Mathematik habe die Gabe, wie Musik die Menschen glücklich zu machen. Und ihre einstige Stellvertreterin habe die Gabe, „logisch und emotionsfrei zu argumentieren“.
Nun müsse sie aber nicht mehr in aller Frühe den Vertretungsplan sichern und dürfe sich entspannt ihrem Hobby, dem Garten widmen. Gockel-Wahl habe immer für gelungene und durchdachte Lösungen gesorgt. „Egal wer unter Dir Schulleiter war“, sagte Werner Isenberg.
Nach einer bebilderten, familiär anmutenden Zeitreise, in der Stationen des Lebenslaufes von Gockel-Wahl nachgezeichnet wurden, hatte sie eine Reihe von Aufgaben und Rätseln ihrer Mathematik-Kollegen zu lösen. Dazu gehörte unter anderem die Erklärung des Begriffs Isomorphismus und die Zusammensetzung eines Somawürfels.
Die Kollegen bestätigten der Pädagogin das Bestehen des Tests und entließen sie in die „Auswilderungsphase“. Den Begriff findet sie besser als Ruhestand. Nach ihrer Schulzeit in Bad Wildungen hatte die heute 61-Jährige in Gießen Deutsch und Mathematik studiert.
Danach leistete sie an der Gesamtschule Edertal ihr Referendariat ab und unterrichtete ab 1978 an der Bad Wildunger Schule Breiter Hagen. Nach deren Umzug an die Ense (1987) war sie seit 1994 stellvertretende Schulleiterin.
Von Manuel Zimmermann



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