Korbach. Erschrocken reagieren die Mitglieder des Türkisch-Islamischen Kulturvereins in Korbach auf den vereitelten Anschlag auf ihr Vereinsgebäude. „Es ist das erste Mal seit der Gründung im Jahr 1978, dass so etwas bei uns passiert“, sagt der Vorsitzende der Vereins, Yasin Sümer.
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Zufall verhindert Brandanschlag auf türkischen KulturvereinEin stark alkoholisierter 30-jähriger Korbacher hatte in der Nacht zu Dienstag eine Spiritusflasche am Eingang des Kulturvereins abgestellt und entzündet. Durch einen aufmerksamen Anwohner konnte Schlimmeres verhindert werden (wir berichteten).
„Es ist nichts Schlimmes passiert“, sagt Sümer, doch sitze der Schreck bei ihm und den Vereinsmitgliedern tief. „Noch wissen es nicht alle, da Ferienzeit ist und viele verreist sind, aber die, die es wissen, sind sprachlos“, sagt Sümer. „Es ist total schlimm. Wir hoffen, es bleibt ein einmaliger Vorfall. Für uns bedeutet Islam Friede.“ Auch sei der Kulturverein offen für alle Nationalitäten und Religionen.
Dem Kulturverein gehören rund 150 Mitglieder an. „Wir haben in Korbach keine Probleme und fühlen uns wohl“, sagt Sümer und versucht den Vorfall nicht zu hoch zu hängen. Dennoch habe er auch Angst ausgelöst. „Wir machen aber weiter wie bisher.“
Im August beginnt für die Moslems die Fastenzeit. Danach plane der Verein Veranstaltungen, zu denen als Dank Polizei und Bürgermeister geladen werden. (may)



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