Bad Wildungen. Die Erlebnisregion Edersee und das Regionalmanagement Nordhessen haben in der Bad Wildunger Wandelhalle über eine geplante All-inclusive-Gästekarte „Grimm Heimat Nordhessen“ informiert.

Neue Idee für den Tourismus: In der Bad Wildunger Wandelhalle wurden die Möglichkeiten einer geplanten Gästekarte „GrimmHeimat Nordhessen“ vorgestellt. Auf unserem Foto vor der Wasserwand stehen (von links) Claus Günther, Geschäftsführer Edersee-Touristik, Reckard Pfeil, Stadtmarketing Bad Wildungen, Ute Schulte, Leiterin der NordHessen Touristik, Klaus Dieter Brandtstätter, Touristik-Service Waldeck-Ederbergland, und Ralf Trimborn von „inspektour“ Hamburg. Foto: Senzel
Die Gästekarte, die im Januar 2013 eingeführt werden soll, sollen alle Gäste beim Eintreffen an ihrem Übernachtungsort erhalten. Tagesgäste können eine 24-Stunden Karte für 19.90 Euro erwerben. Geschäftsreisende und Klinik-Gäste erhalten die Karte nicht automatisch, für sie besteht die Möglichkeit Tageskarten zu kaufen Mit der Gästecard sollen deren Inhaber den Nahverkehr kostenlos benutzen können und freien Eintritt in alle beteiligten Einrichtungen erhalten. Beherbergungsbetriebe müssen pro Nacht für jeden Gast 2,90 (Kinder 2,10) Euro in einen Finanzierungstopf abführen.
Die Präsentation wurde von den Zuhörern in der Wandelhalle eher mit Zurückhaltung aufgenommen. Zum spontanen Mitmachen hat sich keiner entschlossen. Reckhard Pfeil vom Bad Wildunger Stadtmarketing und Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee-Touristik, sagten, sie würden die Einführung einer Gäste-Card unterstützen, sahen aber noch eine Menge Gesprächsbedarf. Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke war der Meinung, das Verbreitungsgebiet für die Nordhessen-Card sei zu groß. Kai Floren, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Bad Wildungen-Eder regte an, die Gastronomie mit einzubeziehen.
Ute Schulte, Leiterin der Nordhessen-Touristik sagte, das Thema Gästekarte werde im Waldecker Land seit langem diskutiert. Eine Machbarkeitsstudie des Tourismus- und Freizeitinstituts „inspektour“ (Hamburg) habe ergeben, dass es eine gute Chance für eine Gäste-Karte in der „GrimmHeimat Nordhessen“ gebe. Ralf Trimborn, geschäftsführender Gesellschafter von „inspektour“, stellte die Möglichkeiten einer Gästekarte vor: „Urlaub ist mehr als Unterkunft und Verpflegung“, mit einer All-inclusive-Karte würde den Gästen ein besonderer Bonus geboten. Trimborn: „Mit dem Marketinginstrument Gästekarte wird der Urlaub für ihre Gäste erlebnisreicher, serviceorientierter und finanziell besser planbar“. Von einer Gästekarte würden alle Beteiligten profitieren: durch mehr Gäste, mehr Besucher, längere Aufenthaltsdauer und mehr Umsatz für Einzelhandel und Gastronomie. (zcm)



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