Edersee. Eine große Zahl von Eisanglern auf dem Edersee bereitet der Polizei Sorge. „Sie begeben sich in akute Lebensgefahr und sie sind schlechte Vorbilder für andere“, sagt Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizeistation am Edersee.
Grundsätzlich warnen Wasser- und Schifffahrtsämter und Polizei immer wieder vor dem Betreten zugefrorener Flüsse und Seen. „Verbieten können wir es aber nicht“, gibt Paulus zu bedenken.
An bestimmten Stellen, wie etwa im Bereich „Saure Delle“ – unterhalb des Waldecker Schlossberges gelegen – haben die Ordnungshüter wiederholt Platzverweise ausgesprochen. „Da war das Eis so dünn, da mussten wir einschreiten und die Leute zu ihrer eigenen Sicherheit vom Eis holen.“
Gerd Paulus zeigt kein Verständnis für das verantwortungslose Handeln einiger Petri-Jünger. „Sie begeben nicht nur sich selbst in Lebensgefahr, sie bringen womöglich auch ehrenamtliche Retter in die selbe Situation.“ Paulus erinnert damit an einen Angelfischer, der vor zwei Jahren im Bereich Asel eingebrochen und im Edersee ertrunken war. „Bei den meisten handelt es sich um Menschen mit einer großen Affinität für das ursprüngliche Angeln. Vor Scheid und in der Bringhäuser Bucht sind dies bis zu 60 Personen.“ Ihnen sei nicht bewusst, dass der Edersee höchst unterschiedlich zufrieren würde. Vor der Sperrmauer beträgt die Eisdicke aktuell 15 Zentimeter. An anderen Stellen sind es mehr, aber auch deutlich weniger.
„Während der Hoch-Frostphase hatten wir beispielsweise völlig eisfreie Stellen an der Dorfstelle Berich“, berichtet Paulus. Nicht zu unterschätzen seien auch gefährliche Setzrisse im Eis, die durch den momentan sinkenden Talsperrenpegel an den Ufer-Rändern entstehen.
„Wegen der angekündigten milderen Temperaturen werden wir in den kommenden Tagen deutlich mehr Platzverweise aussprechen müssen. Ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal an die Eigenverantwortung und Vernunft der Eisangler appellieren“, sagte Gerd Paulus.
Von Uli Klein



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