3325.08.1025.08.10|Korbach/ Waldeck
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Freienhagen. Ein schwer verletzter Mann, Sachschaden am Stall, die sieben Hühner und der Hahn unversehrt: Das ist die Bilanz einer Explosion am Sonntagmorgen in Freienhagen (Kreis Waldeck-Frankenberg).

© Foto: Schade
Ziel des Anschlags: Alfonso Silvas Hahn Dynamite.
Gegen 3 Uhr riss ein Knall in der Ortsmitte des Waldecker Stadtteils Alfonso Silva und seine Lebensgefährtin Hafije Peci aus dem Schlaf . „Das ganze Haus wurde erschüttert, ich hatte das Gefühl, das Bett hebt ab“, berichtete Hafije Peci.
Sie hörten einen Mann schreien und fanden ihn mit zerfetzter Hand in einer nahe gelegenen Seitenstraße. „Ich habe sofort Krankenwagen und Polizei gerufen“, erklärte Alfonso Silva. Von dort aus führte ihn eine Blutspur direkt zum eigenen Hühnerstall, wo nach ersten Polizeiermittlungen an der Stalltür ein vermutlich mit Schwarzpulver gefülltes Rohrstück detoniert war.
Drei Freienhagener im Alter zwischen 38 und 47 Jahren hatten in der Nacht wohl zu tief ins Glas geschaut, berichtete die Polizei. Dabei entstand die Idee, einen nächtlichen Störenfried – Silvas Hahn – durch eine Explosion zur Ruhe zu bringen. Das Gerät detonierte jedoch beim Entzünden zu früh. Der 38-jährige wurde schwer verletzt und in ein Kasseler Krankenhaus eingeliefert.
Da der Hintergrund der Explosion zunächst unklar war, ließ die Polizei das Wohnhaus evakuieren und von einem Sprengstoff-Spürhund durchsuchen. Gefährliche Gegenstände wurden nicht gefunden.
Das Paar ist auch nach zwei Tagen noch fassungslos. „Das ist wie ein Albtraum“, sagte Hafije Peci. Sie ist froh, dass nicht noch mehr passiert ist. Im Scheunenanbau, in dem der Stall liegt, sind Stroh und alte Balken gelagert. „Das hätte ein Riesenfeuer geben können. Und nur wenige Meter weiter liegt das Schlafzimmer unserer acht Monate alten Tochter Chayenne. Nicht auszudenken, was dann geschehen wäre“, erklärten beide.
Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun gegen die drei Männer.
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