Volkmarsen. In rasantem Tempo ist die Logistikhalle am Ortseingang von Volkmarsen den Winter über gewachsen. Dank milder Temperaturen im Dezember und Januar konnte ordentlich was geschafft werden. Nun aber hat der Frost die Baustelle fest im Griff: Witterungsbedingt kommt es deshalb zurzeit zu einigen Verzögerungen.
Minus zehn Grad sind es, als gestern Bauleiter Tobias Herbst vom Kasseler Bauunternehmen Goldbeck am Rande der Baustelle steht und auf die Halle blickt. Der Boden ist gefroren, die Luft eiskalt, man sieht seinen eigenen Atem. „Bis jetzt waren wir schon schnell“, sagt Herbst, „wir hatten lange wirklich Glück mit dem Wetter.“ Die ersten drei Einheiten (Units) der Halle, die sich in insgesamt fünf Einheiten über 50 000 Quadratmeter erstrecken wird, sind praktisch fertig. Verkleidet sind sie mit Blechkassetten, die noch gedämmt und mit Außenschalen versehen werden. Auch das Dach ist dort fertig, „es kann nicht mehr reinregnen“, sagt Herbst.
Man hätte auch schon den Boden betonieren können – doch damit ist jetzt erstmal Schluss. Betonarbeiten können nicht vorgenommen werden, wenn es kälter als fünf Grad plus ist. Deshalb können auch die Stützpfeiler für den hinteren Hallenbereich (Unit fünf) noch nicht aufgestellt und im Boden verankert werden. „Das Wetter macht uns jetzt einen Strich durch die Rechnung“, sagt der Bauleiter.
Ganz still steht das Leben auf der Baustelle trotzdem nicht. Stahlbauer und Blechverleger sind im Einsatz und Arbeiten für die Sprinkleranlage werden gemacht. Bis zur Unit vier sei alles gut vorbereitet, erklärt Tobias Herbst. Lockert der Winter seinen harten Griff, kann also alles schnell weitergehen.
Auch die Straßenarbeiten rund um die Halle mussten wegen der Kälte einen Stopp einlegen. Allerdings sei man schon recht weit vorangekommen, sagt Jürgen Salokat von der Stadt, die für die Erschließungsstraßen (insgesamt 750 Meter) zuständig ist. Die Zufahrt vom Wetterweg Richtung Halle bis runter an die Schienen ist soweit fertig, Kanal- und Wasserleitungen wurde gemacht. Beim zweiten Teil bis zur Einfahrt zum Grundstück sei man am Kanalbau dran. Die Hauptanschluss an die Halle ist fertig, die Entwässerung über das Regenrückhaltebecken bis zur Twiste steht.
Von Kathrin Lerner



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