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Es geht weiter: Neue Leiterin für Zeltplatz am Hochstein am Edersee gefunden

Es geht weiter: Neue Leiterin für Zeltplatz am Hochstein am Edersee gefunden

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Herzhausen. Sie haben die Welt bereist und erzählen begeistert von ihren Zeiten in Marokko und Kanada. Vor allem die unberührte Natur in diesen Ländern hat es ihnen angetan. Sie schwärmen vom Leben mitten in der Wildnis - ohne großen Luxus.

© Yüce

Mitten in der Natur: „Fast wie in Kanada“, fühlen sich Stephanie Bogen und Martin Kerste, wenn sie die Natur gleich neben dem Zeltplatz betrachten (großes Foto). Für sie ist der Ort am Hochstein ein „toller Fleck Erde“.

Jetzt sind Stephanie Bogen und Martin Kerste in der Gemeinde Vöhl angekommen - mitten in der Natur. Stephanie Bogen ist die neue Leiterin des Natur- und Jugend-Camps Hochstein am Edersee bei Herzhausen. Gemeinsam lebt das Paar in Vöhl.

Darüber, dass sie den Job als Platzwartin bekommen hat, freut sich Stephanie Bogen sehr. Auch wenn sie den Begriff Platzwartin nicht besonders mag. „Platzhirsch gefällt uns besser“, sagt Martin Kerste und lacht. „Uns ist dieser Ort schon bei unseren Spaziergängen aufgefallen und als ich die Ausschreibung gelesen habe, musste ich mich bewerben“, erklärt die gelernte Elektronikerin. Sie ist überzeugt davon, dass sie und ihr Partner - der nicht nur Weltreisender, sondern auch Reiseanbieter, Sozialpädagoge und Polizist war - genau das richtige Team für den Zeltplatz sind. „Das passt wie Hintern auf Eimer“, sagt Martin Kerste.

„Es ist ein toller Fleck Erde, aber leider auch ein fast vergessener“, fügt er an. Denn es gebe viel zu tun. So stören die neue Zeltplatz-Leiterin die kaputten Sitzbänke direkt am Edersee, auch eine Infotafel wünscht sie sich. Insgesamt 21 Punkte umfasst ihre Liste mit den Dingen, die abgearbeitet werden sollen. „Nach und nach“, sagt sie. Seit Mai leitet sie den Zeltplatz. „Ich möchte in dieser ersten Saison einen Eindruck bekommen und sehen was läuft, was verbessert werden kann und was sich die Kunden wünschen.“ Einiges habe sich aber schon verändert. Einen Brötchendienst für die Zeltplatzgäste haben sie eingerichtet. Mit dem Forst gibt es eine Vereinbarung: „Wir geben Holz an Gruppen ab, damit die nicht einfach im Wald Bäume absägen.“

Und es wurde investiert: Rund 10.000 Euro seien in die Sanierung eines Teils der Sanitäranlagen und des Kiosks geflossen. Vor allem Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke habe sich dafür stark gemacht. „Wir bekommen sehr viel Unterstützung von ihm. Der Platz ist ihm wichtig“, sagt Bogen und kann das gut verstehen. „Dieser Platz hat ein großes Potential. Wir wollen aber seine bisherige Struktur verändern.“ Schluss soll sein mit lauten Feiern. Und doch darf gefeiert werden. „Angepasst an die Umgebung. Wenn man das den Gästen erklärt, dann verstehen sie das auch“, weiß Bogen bereits aus ersten Erfahrungen. Den Fokus will das Paar auf die Natur legen. Schließlich befinde man sich auch mitten in der Natur. Dazu gehört auch, dass sie sich dafür einsetzten, dass das Durchfahrverbot für Autos auch eingehalten wird. Und sie würden gerne etwas an den Zeltplatzregeln ändern. Nach denen dürfen Gäste nicht älter als 27 Jahre sein. „Wir wollen aber für Gruppen und für Familien ein Anlaufpunkt sein“, sagt Bogen. Inhaltlich würde sie ihren Gästen künftig gerne zudem etwas mehr als Kaffee und selbstgemachten Kuchen bieten können. Gemeinsame Angebote mit dem Nabu und dem Nationalpark könne sie sich vorstellen. Erste Kontakte will sie jetzt knüpfen.

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