Nieder-Werbe. Der bisherige und wiedergewählte Vorsitzende der Hotel- und Gaststättenvereinigung Bad Wildungen und Umgebung, Christian Gerlach (Nieder-Werbe), hat seine Hotelierskollegen aufgefordert, die Einsparungen durch den reduzierten Mehrwertsteuersatz in der Hotellerie zu nutzen und längst überfällige Investitionen anzupacken.
„Es liegt an uns, wir müssen etwas tun“, sagte er am Montag in der Hoga-Jahreshauptversammlung in seinem Haus in Nieder-Werbe.
Gerlach verwies auf die Diskussionen seit Einführung des ermäßigten Steuersatzes von sieben Prozent auf Hotelübernachtungen. Darin gehe es nicht mehr darum, dass ein Hotelier in Karlsruhe mit 19 Prozent belastet werde und in Straßburg auf der anderen Rheinseite nur 5,5 Prozent Mehrwertsteuer anfallen. „Inzwischen ist nur noch von Klientelpolitik die Rede und davon, dass sich die reichen Hoteliers die Taschen voll machen.“
Dabei führen laut Gerlach 97 Prozent der Hoteliers kleine und mittlere Betriebe. „Bei uns im Kreis sind es vermutlich sogar 99,9 Prozent.“ Die seit Jahren vom Verband geforderte Steuersenkung stellt laut Gerlach zudem keineswegs eine Bevorzugung dieses Berufsstandes dar. Den begünstigten Satz gebe es schon seit langem für Floristen, das Verlags- oder Gesundheitswesen. „Und das beunruhigt niemanden.“ Gerlach hofft, dass seine Kollegen nun die Chance für Investitionen nutzen - so, wie es bereits ihre Willinger Kollegen angekündigt haben (HNA berichtete). Gerlach: „Ich hoffe, dass wir spätestens im Herbst einen ähnlich positiven Bericht aus unserem Teil des Landkreises lesen können.“
Von Jörg Schade



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