Waldeck-Frankenberg. Mit immer listigeren Tricks legen Betrüger Internetnutzer herein. Und die Fälle nehmen zu. Allein in den vergangenen drei Monaten ist die Zahl der so genannten Phishing-Fälle in der Region geradezu explodiert.
Kriminelle haben dadurch einen Schaden von mehr als 100 000 Euro angerichtet, sagt Anton Freiheit, stellvertretender Leiter des für Internetkriminalität zuständigen ZK 50 im Polizeipräsidium Nordhessen.
Phishing leitet sich aus den Wörtern „Passwort“ und „fishing“ her. Dabei angeln sich Kriminelle Zugangsdaten für Bankgeschäfte über das Internet. Sobald sie Passwörter und Transaktionsnummern (TAN) haben, überweisen sie sich Geld von Bankverbindungen ahnungsloser Nutzer auf ihre eigenen Konten. Eine neue Falle ist so listig, dass Nutzer vom Betrug zunächst nicht bemerken. Bei der so genannten Drive-By-Infection werden Computer nebenbei mit Trojaner-Programmen infiziert. D
iese können zum Beispiel im Internet auf scheinbar harmlosen Werbebannern lauern. Schutz gegen derlei Angriffe bieten aktuelle Versionen von Antivirenprogrammen und Firewalls. Noch sicherer sei es, jeweils getrennte Festplatten für das Surfen im Internet und für Online-Bankgeschäfte zu nutzen, rät Freiheit. Für Sicherheit versuchen auch die Banken zu sorgen. (clm/ler)



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