Diemelstadt. Einen 14-Jährigen, der aus dem Boxcamp in Diemelstadt verschwunden war, haben Beamte der Bundespolizei wenige Stunden später gefunden. Er hatte sich am Samstagmorgen abgesetzt, bereits in der Nacht fanden Polizisten den Wiederholungstäter am Mönchengladbacher Bahnhof.
Um 10.30 Uhr war am Samstag aufgefallen, dass sich der gebürtige Solinger aus dem Staub gemacht hatte. Sofort gab der Betreiber eine Vermisstenmeldung bei der Polizei auf. Diese suchte bundesweit nach dem jungen Kriminellen, der statt zu einer Haftstrafe zum Besuch der Einrichtung des Boxcamps verpflichtet worden war.
Weit durchboxen konnte sich der gebürtige Solinger nicht. Am Mönchengladbacher Bahnhof griffen ihn Bundespolizisten um kurz nach Mitternacht auf. Nach einem Datenabgleich war klar, um wen es sich handelte. Der Flüchtige befindet sich seitdem in einer „Jugendschutzstelle“, er wird nach Angaben eines Polizisten der Bad Arolser Station wieder nach Diemelstadt gebracht.
„Wer als Jugendlicher um diese Zeit unterwegs ist, wird eigentlich immer kontrolliert“, erklärte ein Polizist den schnellen Fahndungserfolg. In der Vergangenheit seien bereits häufig Jugendliche aus der Einrichtung ausgebüchst, zuletzt ein Dreierpärchen. Auch diese habe man schnell gefunden. Unter ihnen: der 14-Jährige, der seit Mitte Dezember 2011 in Nordwaldeck lebt. Bis Juni 2012 soll der Aufenthalt noch dauern. „Einen Jugendlichen kann man dort nicht einfach wegsperren“, suchte der Polizist nach einer Begründung, warum ihm nun erneut die Flucht gelungen war.
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