Nabu sieht Gefahr für den Artenschutz

Nabu sieht Gefahr für den Artenschutz

2909.02.1109.02.11|Korbach/ Waldeck|
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bad Arolsen. Eine naturschutzfachliche Stellungnahme zum Windenergievorhaben im Stadtwald Mengeringhausen hat jetzt der Naturschutzbund (Nabu) Bad Arolsen vorgelegt. Auf 36 Seiten stellen Winfried Becker, Prof. Dr. Hans-Heiner Bergmann, Prof. Dr. Eckhard Jedicke, Maik Sommerhage und Detlef Volmer ihre Gründe dar, den geplanten Windpark abzulehnen.

Sie gilt es zu schützen: Rotmilan und Waldohreule kommen im Stadtwald vor. Fotos: Archiv

Sie gilt es zu schützen: Rotmilan und Waldohreule kommen im Stadtwald vor. Fotos: Archiv

Zwar bekenne sich der Nabu zu einem - naturverträglichen - Ausbau der erneuerbaren Energien (insbesondere der Winkraft) und zur notwendigen Energiewende. Es sei wichtig, den Anforderungen des internationalen Klimaschutzes gerecht zu werden, CO2-emittierende Kohlekraftwerke sowie die Risikotechnologien der Atomkraft überflüssig zu machen und negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu verringern.

Ein Windpark im Umfang von 15 Windkraftanlagen im Stadtwald Mengeringhausen sei jedoch aus natur- und artenschutzfachlichen Gründen abzulehnen. Als Alternative sprechen sich Vertreter von Nabu, BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) und HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz) für einen kleinen Windpark im Südosten des Stadtwaldes im Bereich Matzenhöhe/Trappenberg aus.

Rotmilan, Waldohreule

Die Brutvorkommen von Rotmilan, Waldohreule, Grau - und Grünspecht sowie Baumfalke, Schwarzstorch und auch die größeren Vorkommen von Fledermäusen im Stadtwald sprechen laut Nabu Bad Arolsen für eine Ablehnung des Projektes. Genannt seien sie „stellvertretend für weitere Spezies als Bioindikatoren für einen sensiblen und weitgehend intakten Landschaftsteil, in dem eine hohe Artenvielfalt gegeben ist“, heißt es in der Zusammenfassung der Stellungnahme. Im Hinblick auf den Artenschwund müssten sensible Landschaftsbereiche geschützt werden, stellt der Naturschutzbund klar.

Mit dem Alternativ-Vorschlag, einem kleineren Windpark im Südosten des Waldes, würden Natur- und Artenschutz auf der einen und Umweltschutz auf der anderen Seite als gleichwertig anerkannt und berücksichtig werden, stellt der Nabu abschließend fest. (nh/ler)

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