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Waldeck-Frankenberg: Sportvereine in Existenznot

Untersuchung der Deutschen Sporthochschule in Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg: 22 Prozent der Sportvereine in Existenznot

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Waldeck-Frankenberg. Sinkende Mitgliederzahlen, fehlende Übungsleiter und Funktionäre, keine jugendlichen Leistungssportler, ein Mangel an Schiedsrichtern – immer mehr Vereine im Landkreis haben ernste Probleme.

22,6 Prozent aller Sportvereine haben mindestens ein existenzielles Problem. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Deutschen Sporthochschule in Köln. 75 der 331 Sportvereine im Landkreis haben bei der im vergangenen Jahr gemachten Befragung von Problemen berichtet, die den Fortbestand des Vereins gefährden.

Dabei gehört der Landkreis Waldeck-Frankenberg zu den sportaktivsten Kreisen in Hessen: 66,2 Prozent der Einwohner (110 000 Menschen) betreiben mindestens einmal in der Woche Sport im weitesten Sinne. Dazu zählen die Wissenschaftler auch Spazierengehen und Baden im Schwimmbad. Die Zahl der Menschen, die im Verein Sport betreiben, sei in Waldeck-Frankenberg mit 24,2 Prozent „moderat bis hoch“. Jedoch werde sich die Zahl der Vereinssportler wegen des allgemeinen Bevölkerungsrückgangs in den kommenden Jahren reduzieren.

So kommen die Wissenschaftler von der Sporthochschule zu dem Ergebnis, dass bis 2020 die Zahl der Fußballspieler im Kreis um 2000 sinken wird, die der Turner, Handballer und Reit- und Fahrsportler um je 1000. Spazierengehen und Wandern sowie Nordic-Walking betrieben hingegen immer mehr Menschen. „Die Vereine müssen sich Gedanken über notwendige Veränderungen machen“, sagt Matthias Schäfer, Leiter des Fachdienstes Sport beim Landkreis. Das raten auch die Kölner Wissenschaftler.

Sportvereine sollten die Kooperation mit den Schulen suchen. Und den beiden selbstständigen Sportkreisen in Waldeck und Frankenberg empfehlen sie, „Aktivitäten zu bündeln und den Austausch zu forcieren“.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Montag-Ausgabe der HNA Waldeckische Allgemeine.

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