Lelbach. Nach einem Rohrbruch im Dachgeschoss eines älteren Fachwerkhauses in Lelbach ist das Wasser durch Lehmdecken und -wände bis ins Erdgeschoss gelaufen. Der Hausbesitzer riegelte rasch die Hauptleitung ab und verständigte die Feuerwehr.
Die Brandschützer aus Lelbach und der Kernstadt wurden am Dienstag gegen 21 Uhr alarmiert. Nach Angaben des Einsatzleiters und stellvertretenden Stadtbrandinspektors Carsten Vahland war durch Frost eine Wasserleitung im Wohngebäude eines landwirtschaftlichen Anwesens im Stadtweg geplatzt.
Das Wasser suchte sich laut Vahland seinen Weg vom Dachgeschoss nach unten - und drang dabei in Lehmdecken und Lehmwände des älteren Gebäudes ein. So gelangte das Wasser vom Dachgeschoss durch die erste Etage bis ins Erdgeschoss. Raufaser und Putz fielen von Wänden und Decken. „Der Hausbesitzer hatte Angst, dass noch mehr passiert, und rief uns deswegen zu Hilfe“, sagte der Einsatzleiter.
Während die Korbacher Kameraden nicht mehr zum Einsatz kamen und zum Stützpunkt zurückkehrten, leisteten die acht Lelbacher Brandschützer unter anderem Hilfe bei Aufräumarbeiten. Außerdem montierte die Feuerwehr gemeinsam mit einem Elektriker mehrere Lampen und Deckenleuchten ab, „damit mit Strom und Wasser nichts passiert“, sagte Vahland. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz für die Helfer beendet.
Die Bewohner werden wohl noch etwas länger die Auswirkungen des Wasserschadens spüren: Das gesamte Gebäude müsse nun zunächst getrocknet werden, sagte der stellvertretende Stadtbrandinspektor. Danach erst könne die Renovierung beginnen.
Vahland appellierte, vor allem zum Ende der Frostperiode Wasserleitungen in nicht oder kaum genutzten Räumen im Auge zu behalten. Häufig würden die Leitungen bei Frost platzen, das gefrorene Wasser wirke dann wie ein Verschluss.
Sobald jedoch die Temperaturen ansteigen, trete das Wasser ungehindert aus, sagte Vahland. Bei einem Wasserschaden sei es wichtig, so schnell wie möglich die Hauptleitung des Hauses zuzudrehen.
www.112-magazin.de



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